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Klötzer Benefizfest ist auch Abschiedsfeier

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Von: Monika Schmidt

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Menschen stehen vor dem Klötzer Rathaus und halten ein Plakat
Die Veranstalter des Klötzer Benefiztages müssen umplanen: Aus dem Fest wird eine Abschiedsfeier für die verstorbene Klötzerin Cindy, das Symbolmädchen des Vereins Blaue Nasen. © Monika Schmidt

Unter traurigen Vorzeichen steht die Klötzer Benefizveranstaltung am 3. September, mit dem der Verein Blaue Nasen unterstützt werden soll. Dessen Symbolmädchen im Kampf gegen den Krebs, die Klötzerin Cindy, hat den Kampf gegen die Krankheit verloren. Nun wird das Fest auch zu einer Abschiedsfeier.

Klötze – Bei aller Vorfreude und Aufgeregtheit bei den Organisatoren der Benefizveranstaltung „Klötze macht weiter“ haben sich am die Vorzeichen für das fröhliche Fest am 3. September schlagartig verändert. Denn die Benefizaktion soll zum einen als Unterstützung der polnischen Partnerstadt Milomlyn für die Ukrainehilfe gelten. Gleichzeitig soll aber auch der Verein „Blaue Nase hilft“, der sich für krebskranke Kinder und ihre Familien einsetzt, unterstützt werden. Der Kontakt kam im vergangenen Jahr zustande, als die Stadt gemeinsam mit dem Verein aus Wolmirstedt eine Typisierungsaktion für die an Leukämie erkrankte Cindy aus Klötze startete. Am Wochenende kam nun die Hiobsbotschaft: „Cindy hat den Kampf gegen die Krankheit verloren“, informiert Bürgermeister Uwe Bartels gemeinsam mit den Organisatoren und Roger Altenburg vom Verein Blaue Nase. „Wir wollen die Benefizaktion aber trotzdem, auch im Sinne der Familie, weiterführen“, kündigt der Klötzer Bürgermeister an. Auch wenn Cindy aus Klötze den schweren Kampf gegen den Krebs verloren hat, „soll sie das Symbolbild unseres Vereins bleiben“, verspricht Roger Altenburg. Das habe sich Cindy und das hat sich auch ihre Familie so gewünscht. Das Foto des Mädchens mit der blauen Nase ist das Symbol des Vereins, es prangt auf vielen Bannern, Flyern und Aktionen, sogar auf dem Auto von Roger Altenburg. „Wir wollen diesen Wunsch erfüllen“, sagt der Vorsitzende des Vereins. Im Rathaus traf er sich mit den Mitarbeitern der Stadt, um zu klären, wie bei der Benefizveranstaltung der Abschied von Cindy gestaltet werden kann. Denn eines stand für die Veranstalter sofort fest: Nach dem Tod des Symbolmädchens kann der Verein auf der Bühne nicht seine normale fröhliche musikalische Kindershow zeigen. Stattdessen sollen zu der Show, die am 3. September um 15.20 Uhr beginnt, verschiedene Prominente, die den Verein unterstützen, auf der Bühne stehen und zu ehren von Cindy sprechen. Gemeinsam mit dem Publikum, mit der Familie und Freunden von Cindy soll dann ein symbolischer Gruß in den Himmel geschickt werden: Bunte Luftballons steigen auf, dazu kann jeder Besucher ein Teelicht in die Hand nehmen und so den Symbolsong der Blauen Nasen, „Licht am Horizont“ optisch begleiten. „Aber die Familie möchte nicht nur trauern“, gibt Roger Altenburg den Wunsch weiter. Cindy sei trotz der Krankheit ein heiteres und fröhliches Mädchen gewesen, betont der Vorsitzende der Blauen Nasen. Und sie war ein sehr familienbezogener Mensch. In ihrem Sinn soll die Benefizveranstaltung nicht nur die Trauer widerspiegeln, sondern auch Hoffnung und Fröhlichkeit. „Macht weiter, ihr werdet gebraucht.“ Das ist das Credo, das sich der Verein Blaue Nase und die Organisatoren der Veranstaltung auf die Fahnen geschrieben haben. „Klötze macht, wir machen weiter. Das Motto bleibt“, versichert Uwe Bartels. „Wir werden die Patenschaft mit dem Verein Blaue Nasen auf jeden Fall fortführen“, kündigt er an. Und auch das Ziel des Benefiztages, möglichst viele neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen, bleibt. „Das Sammeln von Mitgliedern ist für uns als Verein ganz wichtig“, betont auch Roger Altenburg, der sich über die Initiative der Stadt Klötze sehr freut. Je mehr Mitglieder der Verein hat, desto besser kann er den betroffenen Kindern und ihren Familien helfen. „Die Geldspenden sind es nicht allein“, erklärt der Vorsitzende. Es sei auch wichtig, persönliche Unterstützung zu geben. „Die ganze Familie leidet, wenn ein Kind erkrankt ist“, weiß Altenburg. 

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