Kommunalpolitiker fordern Sicherheit und Ordnung ein

Klötze: „Volkssport“ Sachbeschädigung

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Gefährlich: An den Buswartehäuschen werden die Gummidichtungen herausgerissen, die Scheiben haben keinen Halt und fallen aus der Verankerung.

Klötze – Auf das nach ihrer Meinung „leidige Thema“ Ordnung in der Stadt kam Ilka Speckhahn bei der ersten Sitzung des Klötzer Ortschaftsrates zu sprechen.

Als ein Beispiel nannte sie Klötze-Süd, wo sich am Spielplatz „ein Grünschnitthaufen zur Müllablage“ entwickelt.

Von zahlreichen Einwohnern würden dort die Abfälle abgelegt. „Das geht so nicht“, sagte sie. Die Stadtwirtschaft sollte sich der Sache annehmen, den Haufen beseitigen und darauf achten, dass er nicht wieder wächst, bat Speckhahn. Da in der Nähe die Kinder auf dem Spielplatz spielen, sah sie eine Gefährdung der Sicherheit.

Der Grünschnitthaufen am Spielplatz in Klötze-Süd wächst auch durch Mithilfe der Anlieger beständig an.

Bernd Hamann schloss sich an: „Es wird zu einem Sport in Klötze, den Grünschnitt in blauen Säcken abzuladen“, beklagte er sich. Zwei habe er bereits eingesammelt und selbst entsorgt. Allerdings sollte mit der Meldung solcher Vorfälle nicht bis zur nächsten Ortschaftsratssitzung gewartet werden, empfahlen die Ortschaftsräte. Besser wäre es, eine Meldung auf der Homepage der Stadt zu machen, so dass diese schnell reagieren könne.

Bernd Unruh konnte indes noch von einem anderen „Volkssport“ berichten. Immer wieder würden am Busbahnhof in Klötze die Einfassungen der Fensterscheiben in den Bushaltestellen abgemacht. Außerdem werden die Scheiben häufig beschmiert oder zerstört. „Das gibt kein schönes Bild für Klötze“, erklärte Bernd Unruh.

Erst am Mittwoch wieder stellte er gemeinsam mit dem Stadtratsmitglied Wolfgang Mosel Beschädigungen an Mast 4 fest. Mosel kündigte an, den Schaden am Donnerstag der Stadt zu melden. „Über die Homepage funktioniert das wirklich gut“, lobte Mosel. Ein Lob hatte er auch für die Stadtwirtschaft übrig. Schäden, die gemeldet werden, würden wirklich schnell abgestellt und beseitigt, lobte der Kuseyer im Gespräch mit der AZ.

Auch Frank Fritzsche griff das Thema Ordnung und Sicherheit in der Stadt auf. Damit sei er überhaupt nicht einverstanden. So habe es lange gedauert, bis der Kreisel an der Bahnhofstraße einigermaßen gepflegt wurde. An den Kindertagesstätten müsse das Grün häufiger gepflegt werden, forderte er. „Die Kitas sind schließlich die Vorzeigeobjekte für die Stadt“, erinnerte er.

Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt beeilte sich, angesichts der Kritik „eine Lanze für die Stadtwirtschaft zu brechen.“ „Die können nicht überall sein und haben wirklich viel zu tun“, bat er um Verständnis. Die Kitas müssten aber natürlich gepflegt werden, so Schmidt. Gleiches wünschte sich Frank Fritzsche auch für die Ortseingänge, die ebenfalls die Visitenkarte der Stadt seien.

VON MONIKA SCHMIDT

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