Verwunderung bei den Einwohnern

Klötze: Vermessungsarbeiten am Altmarksaal

Ein Vermessungstechniker steht vor dem Altmarksaal in Klötze.
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Am Altmarksaal in Klötze gab es Vermessungsarbeiten. Das sorgte bei den Einwohnern für Verwunderung.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Fördermittel für die städtebauliche Entwicklung hat die Stadt Klötze schon Ende 2019 für die Modernisierung des Altmarksaals zugesichert bekommen. Nun scheint auch eine Umsetzung des Vorhabens in Sicht.

Klötze – Vermessungsarbeiten liefen am Klötzer Altmarksaal. Sie blieben von den Passanten an der Breiten Straße nicht unbemerkt. Sofort begann die Gerüchteküche zu brodeln: Was hat die Stadt mit dem Gebäude vor?, lautete die Frage, die bei den Einwohnern schnell die Runde machte. Zumindest von den Vermessern, die sofort von den Neugierigen ausgequetscht wurden, blieb die Frage unbeantwortet. Das wüssten sie auch nicht, sie arbeiten nur ihren Auftrag ab.

Sicher ist, dass die Stadt Klötze für die Modernisierung des Altmarksaals schon Ende 2019 eine Fördermittelzusage vom Land erhalten hat. 600 000 Euro stehen an Fördermitteln aus der städtebaulichen Entwicklung zur Verfügung. Einer, der gerne in die Planungen eingebunden werden würde, ist Kay Knittel, Chef der Klötzer Theatergruppe. Sie ist mit ihren Vorstellungen im Oktober gemeinsam mit dem Klötzer Karnevalsverein einer der größten Nutzer des Saals und vor allem der Bühne. Kay Knittel würde, wie er im Gespräch mit der Altmark-Zeitung erklärte, vor allem in Sachen Bühnentechnik und Umgestaltung der Bühne in das Projekt involviert werden. Ebenso hatte er angeregt, dass als Planer für das Vorhaben unbedingt ein Fachmann engagiert werden sollte, der sich mit der Projektierung von Theatern auskennt. „Das kann keiner machen, der sonst nur Einfamilienhäuser plant“, hatte Kay Knittel im AZ-Gespräch betont.

Unterlagen müssten vorliegen

Was es mit der Vermessung des Saals auf sich hat, weiß der Chef der Theatergruppe aber auch nicht. Er wunderte sich über die Arbeiten, schließlich müssten Baupläne und Unterlagen von den bisherigen Sanierungen, vor allem nach dem Großbrand Mitte der 1990er Jahre, vorliegen, weiß Knittel. Er sieht in einer erneuten Vermessung des Geländes einen „achtlosen Umgang“ mit dem zur Verfügung stehenden Fördergeld. Der Theater-Chef bittet darum, dass die Stadt ihre Immobilien nicht vernachlässigen sollte. Nur selten sei bislang Geld für die Erhaltung der Gebäude in die Hand genommen worden.

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