Hebesätze liegen weiter bei 300 Prozent / Erhöhung der Steuern erst für 2017/18 vorgesehen

Klötze – das Steuerparadies

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Wer in Klötze und den eingemeindeten Ortsteilen wohnt, hat als Grundstückseigentümer Glück. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B sind mit 300 Prozent weit unter dem Landesdurchschnitt. Erst für 2017/18 ist eine „moderate Erhöhung“ angekündigt.

Klötze. Seit 2010, also seit ihrer Bildung, gibt es in der Einheitsgemeinde Klötze einheitliche Steuersätze. Und die wurden auch bislang nicht erhöht. Grundsteuer A und B liegen bei 300 Prozent, für die Gewerbesteuer werden 325 Prozent genommen.

Im Vergleich zu umliegenden Kommunen ist Klötze damit ein Steuerparadies. So lag 2013 der Landesdurchschnitt der Landkreise und kreisfreien Städte bei der Grundsteuer B bei 399 Prozent, für die Grundsteuer A (also die landwirtschaftlichen Flächen) lag der Landesschnitt bei 308 Prozent, für die Gewerbesteuer lag der Schnitt bei 369 Prozent. Deutlicher Spitzenreiter beim Erheben des Steuersatzes sind die Landeshauptstadt Magdeburg mit 495 und die Stadt Halle mit 500 Prozent für die Grundsteuer B. Im Altmarkkreis Salzwedel wird landesweit mit 342 Prozent der niedrigste Satz für die Grundsteuer B genommen. Die Grundsteuer A ist in Halle, Magdeburg und Dessau-Roßlau mit 250 Prozent am niedrigsten. Die wenigsten Gewerbesteuern müssen laut Statistischem Landesamt die Firmen in der Börde zahlen, dort nimmt der Bördekreis 322 Prozent.

Unterteilt nach Gemeindegrößen liegt der Steuersatz bei Kommunen mit 10 000 bis 20 000 Einwohnern im Schnitt bei 366 Prozent für die Grundsteuer B, bei 313 Prozent für die Grundsteuer A und bei 335 Prozent für die Gewerbesteuer. [...]

Von Monika Schmidt

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