Lieber nichtöffentlich

Toilettenanlage im Klötzer Tiergehege: Klötzer Stadträte bleiben Geheimniskrämer

Ein Schild an der Toilette im Klötzer Tiergehege. Es zeigt, dass das Aufstellen der Anlage von EU aus dem Leaderprogramm gefördert wurde.
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Die Toilettenanlage im Klötzer Tiergehege ist über die Leaderaktionsgruppe Rund um den Drömling gefördert worden.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Die Klötzer Stadträte bleiben Geheimniskrämer. Die neue Förderkulisse für Leader, für die eine kreisweite Leaderaktionsgruppe gebildet werden soll, ließen sie sich von Landrat Michael Ziche lieber nichtöffentlich vorstellen.

Klötze – Für die neue Förderperiode, die von 2021 bis 2027 läuft, sollen die Leaderaktionsgruppen auf andere rechtliche Füße gestellt werden. Vermutlich werden die bestehenden aufgelöst und als Vereine neu gegründet. Das ist die Gelegenheit, auch die Grenzen der LAGen neu zu ziehen. Vom Altmarkkreis kam der Vorschlag, eine kreisweite LAG zu bilden. Der Klötzer Stadtrat sollte sich dazu im Herbst bereits positionieren, hatte die Beratung aber verschoben, weil zunächst die Vorstellungen des Altmarkkreises dazu gehört werden sollten. Dazu war Landrat Michael Ziche Gast im Stadtrat. Wie sich der Altmarkkreis die künftige Leader-Zusammenarbeit vorstellt, bleibt aber für die Klötzer Öffentlichkeit ein Geheimnis. Henry Klipp, Fraktionsvorsitzender der CDU, beantragte, die Vorstellung des Landrates in den nichtöffentlichen Teil zu verlegen. „Damit wir uns darüber verständigen können“, begründete er seinen Antrag. Joachim Klabis, Vorsitzender der Links-Fraktion, sah dafür keinen Grund. „Leader ist doch öffentlich, deshalb sollten wir es auch dort behandeln“, machte er einen Gegenvorschlag. Mit einer deutlichen Mehrheit von 20 zu vier Stimmen wurde der Antrag der CDU zur nichtöffentlichen Vorstellung angenommen.

Stadtrat will zunächst auch die andere LAG anhören

Die Entscheidung, ob sich Klötze der neuen LAG des Altmarkkreises anschließt oder ob die Stadt weiter mit den Drömlingskommunen agieren wird, ist noch nicht gefallen. Und sie werde auch erst fallen, nachdem auch die LAG Rund um den Drömling ihre Sichtweise im Stadtrat vortragen konnte, erläuterte Bürgermeister-Vertreter Matthias Reps gegenüber der AZ. Bislang habe die Stadt über die LAG zahlreiche Projekte auf den Weg bringen können und sei mit dem Zusammenschluss gut gefahren. Wenn allerdings, so wie es sich abzeichnet, die Stadt Gardelegen nicht länger in der LAG Rund um den Drömling mitarbeitet, werden mit den aktuell beteiligten Kommunen die erforderlichen 30 000 Einwohner für eine eigenständige LAG nicht mehr erreicht.

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