„Bauherr ist die Stadt“

Klötze ist als einzige Kommune der Altmark in der Sportstättenförderung

Treppenaufgang am Geschwister-Scholl-Stadion in Klötze.
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Im Geschwister-Scholl-Stadion in Klötze soll möglichst schon im kommenden Jahr ein neues Mehrzweckgebäude entstehen. Damit werden Sanitäranlagen, Umkleidekabinen und ein Vereinsraum geschaffen.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Klötze – „Wir sind beim Sportstättenprogramm des Landes in die Förderung gekommen“, informierte Matthias Reps, Stellvertreter von Bürgermeister Uwe Bartels, die Stadträte bei der letzten Sitzung des Jahres in Neuferchau.

Matthias Reps setzte sich persönlich für den Antrag ein.

Er hatte sich persönlich dafür engagiert, für ein neues Mehrzweckgebäude des VfB Klötze im Geschwister-Scholl-Stadion einen Fördermittelantrag zu stellen. „Ich weiß selbst als Sportler, wie unangenehm die Situation dort ist“, erklärt der Hobbyfußballer. Denn die Sportler, die im Stadion spielen, müssen die Umkleidekabinen der Zinnberghalle nutzen. Auf dem Stadiongelände auf der anderen Straßenseite gibt es seit dem Abriss der alten Turnhalle samt Sanitäranlagen keine Unterkunftsmöglichkeiten für die Mannschaften mehr.

Ein Punkt, der seit Jahren gerade beim Jugendsport für Kritik sorgt. Denn sowohl die Schüler als auch die Jugendfußballer müssen, um ins Stadion zu kommen, die Straße überqueren, eine zusätzliche Gefahrenquelle. Ärgerlich für die Hallensportler ist es außerdem, wenn die Fußballer mit ihren Stollenschuhen durch die Halle und die Umkleiden laufen und dabei eine Menge Dreck vom Rasen hinterlassen.

„Städte müssen lebendig bleiben“

Aus all diesen Gründen setzte sich Matthias Reps gemeinsam mit dem Vorstand und weiteren Aktiven des VfB Klötze dafür ein, in das Sportstättenförderprogramm aufgenommen zu werden. Das in diesem Jahr neu aufgelegte Programm, so teilt Minister Thomas Webel mit, soll die Städtebauförderung von Bund und Land ergänzen. „Damit die Menschen sich bei uns wohlfühlen, müssen die Städte und Gemeinden im Land lebendig bleiben“, erklärte der Bauminister. Dafür seien ausreichend verfügbare, barrierefreie und gut ausgestattete Sportstätten unerlässlich.

Aus der Altmark wird nur Klötze gefördert

Rund fünf Millionen Euro stehen an Fördermitteln zur Verfügung, sechs Kommunen werden bedacht. Klötze ist die einzige Kommune aus der Altmark, die in den Genuss der Fördermittel kommt. „Wir sind eine von sechs glücklichen Kommunen“, fasste es Matthias Reps für die Stadträte zusammen.

252.000 Euro Fördermittel bekommt die Stadt für das neue Gebäude im Geschwister-Scholl-Stadion. Die Maßnahme wird zu 90 Prozent gefördert, die Fördermittel werden zu 75 Prozent vom Bund und zu 15 Prozent vom Land zur Verfügung gestellt. Die Stadt muss einen Eigenanteil von zehn Prozent tragen. „Die Gesamtkosten liegen bei 280.000 Euro“, informierte Matthias Reps die Stadträte. Das Gebäude soll möglicherweise schon im kommenden Jahr realisiert werden, die Vorbereitungen sind bereits angelaufen.

Eines machte der Bürgermeister-Stellvertreter im Stadtrat aber auch ganz deutlich: „Bauherr ist die Stadt, die nicht der VfB“, stellte Matthias Reps klar.

Stadtratsmitglied Stefan Thodte (Linke) ist der Situation im Stadion als aktiver Sportler und Schiedsrichter in Klötze ebenfalls vertraut. Er bedankte sich bei der Stadtverwaltung „für die schnelle Abarbeitung des VfB-Antrags. Jeder, der auf dem Sportplatz ist, weiß, was das für uns bedeutet“, so Thodte.

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