Viel Lob und Anerkennung für die Arbeit seit 1994

Klötze: Silberhochzeit bei der Familienbildungsstätte

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Die beiden „Gesichter“ der EFA: Die aktuelle Leiterin Antje Kampe (l.) verabschiedete ihre Vorgängerin Thekla Putzke mit einem immerwährenden EFA-Kalender, in dem alle wichtigen Termine schon eingetragen sind.

Klötze – Als vor 25 Jahren, am 23. April 1994, die evangelische Familienbildungsstätte (EFA) in Klötze ihre Türen öffnete, hatte Hartmut Förster, damals Pfarrer in Jübar, Fotos gemacht.

„Und ich war wohl der Einzige“, erinnerte er am Sonnabend, als die EFA ihren 25. Geburtstag feiert.

Aus diesem Anlass hatte er in seiner „himmlischen Unordnung“ gesucht und tatsächlich die Bilder von damals gefunden. Die machten, ebenso wie alte Fotoalben aus dem Nachlass des früheren Klötzer Superintendenten Bernd Bierbach, der gemeinsam mit seiner Frau die Entstehung der EFA maßgeblich beeinflusst hatte, den ganzen Nachmittag über immer wieder die Runde und weckten Erinnerungen an die zahlreichen Veranstaltungen, Kurse und Angebote, die die Einrichtung ihren Besuchern seit einem Vierteljahrhundert macht.

Im Verlauf des Tages stellten sich die einzelnen Kurse den Besuchern vor – und zeigten, dass die Mitarbeiter und regelmäßigen Besucher der Einrichtung wie eine große Familie agieren. „Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft“, erinnerte Jutta Peissig vom Jugendamt des Kreises. Es sei sehr erfreulich, dass es solche Einrichtungen, wie die EFA gebe, die für Menschen von Null bis 100 Angebote mache. „Für so eine kleine Stadt ist das ein vielfältiges Programm“, lobte Jutta Peissig.

„Was Sie hier machen, ist nicht hoch genug einzuschätzen“, würdigte auch Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels die Arbeit von Antje Kampe und ihrem Team. Auch die Stadt sei mit der Babybegrüßung gerne Gast in der EFA. Und sie kümmere sich durch zum Beispiel Gehwegsanierungen vor der Tür darum, dass alle Besucher fußläufig sicher in das Gebäude kommen.

„25 Jahre im Dickicht von Leistungsvereinbarungen, Förderungen und Bildungsangeboten, das war bestimmt nicht leicht“, schätzte Klaus Roes vom Dachverband der Familienbildungseinrichtungen ein. Er war schon vor fünf Jahren beim Jubiläum zu Gast. Es gab damals Jahre der Unsicherheit, ob die Familienbildungsstätten weiter gefördert werden, erinnerte er an 2012. Dank einer Unterschriftensammlung und viel Unterstützung der Politik wurde beim Land entschieden, dass die Einrichtungen weiter gefördert werden.

Daran erinnerten auch die beiden „Gesichter“ der EFA in Klötze: Thekla Putzke, die das Haus über 22 Jahre leitete und am Sonnabend offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde, und ihre Nachfolgerin Antje Kampe, die seit diesem Jahr die alleinige Leiterin der Einrichtung ist. „Es war bei der Unterschriftensammlung zum Erhalt der Einrichtung damals beeindruckend, wie viele Menschen uns unterstützt haben“, erinnerte sich Thekla Putzke. „Das war so eine Wertschätzung und so eine Motivation für uns, dass wir wohl auch ohne Fördermittel weitergemacht hätten“, vermutete sie.

Das sei eines der beeindruckendes Erlebnisse während ihrer Dienstzeit gewesen, blickte Thekla Putzke zurück.

VON MONIKA SCHMIDT

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