Eine Stunde für den Rathausbesuch, zwei für die Seniorenresidenz

Klötze: Parkzeiten werden nicht verändert

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Unbegrenzt Parken können die Klötzer nun an der Neustädter Straße. Die Beschränkung für den Wochenmarkt wurde mangels Markttreiben aufgehoben.

Klötze – Uwe Witte blieb hartnäckig. Bei der ersten Stadtratssitzung nach der Kommunalwahl kam er erneut auf die unterschiedlichen Parkzeiten vor dem Rathaus zu sprechen. Der Klötzer regt sich nicht nur darüber auf, dass dort Dauerparker die Parkflächen blockieren.

Er versteht auch nicht, warum auf der linken Seite am Schulplatz die Parkzeit auf zwei Stunden, auf der rechten Seite auf eine Stunde begrenzt ist.

Eine Antwort konnten dem Klötzer bei der Stadtratssitzung weder Bürgermeister Uwe Bartels noch Hauptamtsleiter Matthias Reps geben. „Wir prüfen das“, versprach Uwe Bartels eine Antwort nachzureichen.

Damit ausreichend Zeit für Besuche in der Seniorenresidenz bleibt, darf dort zwei Stunden geparkt werden.

Inzwischen hat sich die Verwaltung mit der Problematik beschäftigt, wie Uwe Bartels auf AZ-Nachfrage informierte. Er hat entschieden, dass keine Veränderung der Parkzeiten nötig ist. Denn für die unterschiedlichen Zeiten gibt es ganz eindeutige Begründungen, wie der Bürgermeister weiter informierte. So ist die Zeit vor der Seniorenresidenz Valenta mit zwei Stunden großzügiger bemessen, um den Besuchern die Gelegenheit zu geben, in aller Ruhe ihre Angehörigen zu besuchen, ohne die Zeit im Nacken zu haben.

Auf der rechten Seite des Schulplatzes sind die Parkflächen eher für die Kunden des Bäckers und die Besucher im Rathaus gedacht. „Eine Stunde ist dafür Zeit genug“, schätzt Uwe Bartels ein. Sowohl das Brötchen holen beim Bäcker als auch der Besuch im Rathaus seien in dieser Zeit ohne Probleme abzuwickeln. Wer länger im Rathaus zu tun hat, kann die unbeschränkten Parkmöglichkeiten rund um das Gebäude und auf dem Hof der Verwaltung nutzen. „Die Parkzeiten bleiben so, wie sie sind“, so die abschließende Feststellung des Klötzer Bürgermeisters.

Verändert wurde dagegen die Beschilderung an der Neustädter Straße. Dort war der Verwaltung eine zeitliche Beschränkung für den Wochenmarkt aufgefallen, den es aber schon einige Jahre nicht mehr gibt. Das Zusatzschild an den Parkplätzen vor dem ehemaligen Wollladen war deshalb überflüssig und wurde von der Stadt abgebaut. An der Neustädter Straße ist das Parken zeitlich nicht mehr beschränkt, so dass die Parkflächen auch von den Anliegern der Oebisfelder Straße als Ausweichfläche genutzt werden können, wenn sie ihre Autos nicht auf dem eigenen Hof abstellen wollen.

Das Abstellen der Fahrzeuge innerhalb der als Spielstraße ausgeschilderten früheren Fußgängerzone ist nicht erlaubt und wurde von der Verwaltung in der jüngsten Zeit schon häufiger mit Knöllchen bestraft. Die Anwohner hatten gefragt, wo sie ihre Fahrzeuge stattdessen abstellen können und haben nun durch die aufgehobene Beschilderung an der Neustädter Straße dort mehr Parkplätze als bislang zur Verfügung.

VON MONIKA SCHMIDT

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