Abrissarbeiten dauern noch etwa 14 Tage an / Geländenutzung noch offen

Klötze: EBT ist am Monatsende Geschichte

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Einst war der Dreigeschosser an der Hagenstraße Arbeitgeber für mehr als 600 Menschen. Nun wird das seit 1991 leerstehende Gebäude von einer Salzwedeler Firma mit schwerer Technik abgerissen.

Klötze – Spätestens Ende Februar ist das frühere EBT (Kombinat Elektrische Bauelemente Teltow) an der Klötzer Hagenstraße endgültig Geschichte.

Denn wie der Hamburger Investor Eckhard Pruy auf Nachfrage der Altmark-Zeitung informiert, soll der Abriss des Dreigeschossers in etwa 14 Tagen komplett beendet sein. Pruy hatte im Vorjahr das dreistöckige Gebäude von einer insolventen Firma gekauft, wie der Hamburger informiert.

Für Eckhard Pruy ist es nicht die einzige Immobilie, die er in der Purnitzstadt besitzt. Er hat in der Vergangenheit schon Häuser an der Bahnhofsstraße erworben. Doch nicht nur in Klötze tritt Pruy als Käufer von Gebäuden auf. Er ist in ganz Sachsen-Anhalt tätig und schätzt dabei die gute Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kommunen sowie den zuständigen Behörden. So auch in Klötze.

Beim gegenwärtigen Abriss des in den 1980er-Jahren gebauten und eingeweihten Glasgebäudes auf drei Stockwerken spricht Eckhard Pruy von deutscher Ingenieurkunst am Bau. „In dem Gebäude standen unter anderem einige hochmoderne Maschinen, die auf ein über 2,50 Meter starkes Fundament aufgebaut waren. Zudem hatte das Haus 20 Säulen und damit eine ausgezeichnete Statik“, betonte der Hamburger und sagte, dass durch das starke Fundament die Abrissarbeiten in diesem Bereich besondere Anforderungen an die Arbeiter stellen würden.

Doch er ist überzeugt, dass auch die Fundamente fachmännisch entsorgt werden. Knapp die Hälfte der Immobilie ist schon durch die Mitarbeiter einer Salzwedeler Firma der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Dabei wird deutlich sichtbar, wie viel Beton in dem Haus verbaut wurde. Bis 1991 war das Werk mit bis zu 650 Arbeitskräften einer der größten Arbeitgeber der Region. In der volkseigenen Firma wurden im Dreischichtsystem Kondensatoren und Widerstände produziert.

Was nach dem Abriss auf dem knapp 3200 Quadratmeter großen Gelände entstehen soll, ist nach Aussage von Eckhard Pruy noch nicht entschieden. In den kommenden Wochen sind Gespräche mit Investoren vorgesehen.

Dann erfolgt ein Auswahlverfahren. Wenn die Gespräche erfolgreich verlaufen, soll noch in diesem Jahr eine Entscheidung fallen, was auf dem Gelände entstehen soll. „Es gibt verschiedene Interessenten für diese Fläche“, verriet der Hamburger Investor. In welche Richtung, ließ er jedoch noch offen. Wenn die Entscheidung gefallen sei, werde er auch die Klötzer informieren.

VON HENNING LEHMANN

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