Beim Empfangsgebäude in Klötze fiel der Hammer bei 25.500 Euro

Klötze und Kusey: Neue Besitzer für beide Bahnhöfe

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Ganz leicht ist der Schriftzug Klötze an dem Empfangsgebäude der Kleinbahn noch zu erkennen. Für 25 500 Euro kam das Haus samt Grundstück und einer zweiten Freifläche am Freitag unter den Hammer.

Klötze / Kusey – Da haben sich bei der Immobilienauktion am Freitag in Leipzig die Bieter offensichtlich richtig in die Höhe geschaukelt. Denn die beiden angebotenen Bahnhöfe aus Kusey und Klötze (wir berichteten) gingen weit über dem Mindestgebot weg.

So wurde der Bahnhof in Kusey für 22.000 Euro versteigert. Das Mindestgebot hatte nur bei 2000 Euro gelegen. Dafür bekommt der neue Besitzer – dessen Namen die Grundstücksauktionsgesellschaft nicht nennt – ein seit Jahren leer stehendes, denkmalgeschütztes Gebäude.

Denkmalgeschützt und dringend sanierungsbedürftig: Dennoch fand sich auch für den Kuseyer Bahnhof ein neuer Besitzer bei der Auktion in Leipzig.

Neben dem ehemaligen Empfangsgebäude gehören auch der angrenzende Güterschuppen und ein Nebengelass zu dem versteigerten Gesamtkomplex. Im Katalog für die Auktion am Freitag wurde auf Bauschäden und Feuchtigkeitsmängel in den Gebäuden hingewiesen.

Noch höher ging die Auktion beim zweiten Bahnhofsgebäude aus der Einheitsgemeinde Klötze, das am Freitag ebenfalls bei der Versteigerung in Leipzig angeboten wurde: Der Kleinbahnhof an der Klötzer Bahnhofstraße kam für 25 500 Euro unter den Hammer. Dort hatte das Mindestgebot bei 3000 Euro gelegen. Es wurde am Ende weit übertroffen. Wohl auch, weil neben dem sanierungsbedürftigen Gebäude, an dem auf der Gleisseite noch ganz leicht der Schriftzug Klötze zu erkennen ist, noch eine zweite Grundstücksfläche mit im Angebot war, die auf der anderen Seite des Bahnhofs an der Ladestraße liegt.

Insgesamt bekam der neue Besitzer für den Zuschlag bei der Auktion zwei Grundstücke mit einer Gesamtgröße von 6074 Quadratmetern mitten in Klötze. Im Gegensatz zum Kuseyer Bahnhofsgebäude steht das Empfangsgebäude der Klötzer Kleinbahn aber nicht unter Denkmalschutz. Es wurde 1921 errichtet und ist in einem schlechten Zustand, wie es im Auktionskatalog hieß. Es gibt keine nutzbare sanitäre Ausstattung und eine Ofenheizung, die nicht mehr in Betrieb ist.

VON MONIKA SCHMIDT

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