Wasserwacht hätte sich über Zusammenarbeit mit der DLRG gefreut

Klötze: Hilfsangebot des DRK verhallt

In dieser Saison wehten die Fahnen der DLRG über dem Klötzer Waldbad. Das gefiel nicht allen. Vor allem die Mitglieder der DRK Wasserwacht übten Kritik an der Betreuung der Badegäste.
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In dieser Saison wehten die Fahnen der DLRG über dem Klötzer Waldbad. Das gefiel nicht allen. Vor allem die Mitglieder der DRK Wasserwacht übten Kritik an der Betreuung der Badegäste.

Klötze – Während in Kunrau die Arbeit der DLRG während der Badesaison im Ortschaftsrat überschwänglich gelobt wurde (wir berichteten), mussten die Mitglieder um Nils Leitloff in Klötze einige Kritik einstecken.

Dort war das Waldbad bislang die Domäne der DRK Wasserwacht. Dass die Stadt stattdessen ein anderes Team ins Boot holte, kam nicht bei allen Ehrenamtlichen gut an.

So wurde während der Einwohnerfragestunde im Hauptausschuss deutliche Kritik geübt. „Was hier dieses Jahr abgelaufen ist, ist sehr fragwürdig“, wurde unter anderem gesagt. Die angebotene Hilfe der Wasserwacht sei nicht angenommen worden. Dass wieder Treppen als Einstieg ins Nichtschwimmerbecken eingebaut wurden, wurde an die Wasserwacht nicht weitergeleitet, ansonsten hätte auch ein Schwimmkurs angeboten werden können. Ohne Einstiegshilfen war dies nicht möglich.

„Die Wasserwacht hat über Jahre mitgeholfen bei der Badbetreuung. Für Klötze ist es sehr schade, wenn sich die Leute von der Wasserwacht jetzt zurückziehen und nach Salzwedel wechseln.“ Es wurde die Frage gestellt, ob die Stadt überhaupt noch ein Interesse daran habe, dass die Wasserwacht in Klötze mitarbeitet. „Wenn wir „Über“ sind, sollte man uns das mitteilen“, hieß es im Hauptausschuss weiter.

Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels wies die Kritik zurück. Die Verwaltung habe vor Beginn der Badesaison bei der Wasserwacht angefragt und die Antwort bekommen, dass die Wasserwacht die Aufsicht nur an den Wochenenden und abends übernehmen könne. Die kompletten Tagesöffnungszeiten konnten aus Arbeitsgründen nicht abgedeckt werden. Deshalb hatte sich die Stadt anders orientiert und bei der DLRG, die bereits mehrere Bäder in der Region betreut, nachgefragt.

Die Frage nach der Hilfe und Zusammenarbeit sollten DLRG und DRK unter sich klären, so die Absprachen. „Ich bin jederzeit gesprächsbereit mit der Wasserwacht zu kooperieren, sehe da aber keinen Handlungsbedarf“, erklärte Uwe Bartels.

Monika Gille, Leiterin der Klötzer Wasserwacht, betonte im Hauptausschuss: „Wir hätten uns gefreut, mehr mit ins Boot geholt zu werden.“ Sie habe sich um Gesprächstermine im Rathaus bemüht, diese seien aber nicht zustande gekommen. Monika Gille schlug vor, dass sich nach der Badesaison alle an einen Tisch setzen, um darüber zu sprechen, wie eine Zusammenarbeit funktionieren kann. „Wir sind alte Hasen, wir bieten unsere Hilfe an“, erklärte sie. Dass diese angebotene Hilfe auch bei den Wasserproblemen nicht angenommen wurde, „ist sehr schade“.

Bürgermeister Uwe Bartels beendete die Diskussion an diesem Abend: „Ich hätte eine Antwort parat, aber ich will keine schmutzige Wäsche waschen.“ VON MONIKA SCHMIDT

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