Heike Krieg will ein Zeichen setzen

Hilfe für Rentner in Corona-Zeiten: Heike Krieg aus Klötze gründet Verein

Die Klötzerin Heike Krieg steht vor einem Regal mit Dankesgeschenken für ihre Hilfsaktion.
+
Heike Krieg hat in Klötze einen Verein gegründet, der vor allem Rentner in Corona-Zeiten unterstützen möchte.

Heike Krieg möchte helfen, vor allem in Corona-Zeiten. Die Klötzerin hat deshalb einen Verein gegründet.

Klötze – „Für mich ist es eine Herzensangelegenheit“, erzählt die 53-jährige Heike Krieg. Sie ist die Initiatorin für den Verein „LIEBER gemeinsam statt einsam“. Die Initiative selbst gibt es schon seit 2012. Doch Heike Krieg hat sich am 29. Mai des vergangenen Jahres dazu entschlossen, den Verein offiziell zu gründen: „Finanziell ist dann einfach mehr möglich.“ Die Vereinsgründerin wartet nur darauf, dass das Finanzamt dem Antrag auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit zustimmt. Der Verein hat inzwischen 26 Mitglieder und Interessierte können sich jederzeit melden, um Mitglied zu werden. „Ich will mit dem Verein die Bereiche Kinder, Rentner und auch Tiere mehr zusammenbringen“, erklärt Krieg. Sie ist der Meinung, dass „Jung und Alt noch viel voneinander lernen können.“ Der Verein bietet Hilfe bei den unterschiedlichsten Sachen an. Das kann die Fahrt zum Einkaufen, die Hilfe im Haushalt oder aber einfach nur das gemeinsame Kaffeetrinken sein. Es sind die unterschiedlichsten Menschen, die bei ihrem „Hilfe- & Mut Telefon“ anrufen. Dann fährt Heike Krieg oder ein anderer Freiwilliger los, um zu helfen. „Es kann ein Rentner sein, der Hilfe beim Einkaufen braucht oder zum Arzt gefahren werden muss. Aber auch Suchtkranke, die aktuell nicht in ihre Therapie können, rufen an“, sagt Heike Krieg. Wer Hilfe benötigt, der kann Heike Krieg unter der Telefonnummer (01 7 3) 9 90 86 97 erreichen.

Vereinsamung ist spürbar

Gerade sei es jedoch ruhiger geworden, sagt die Klötzerin. Heike Krieg merkt auch, dass „die Vereinsamung der Menschen ein großes Thema ist. Die Rentner brauchen dann einfach nur ein Gespräch.“ Schon seit vielen Jahren veranstaltet zu Weihnachten Krieg eine Spendengala, bei der die Hilfesuchenden ihre Wünsche äußern können. Diese Wunschzettel hängen die Kinder an den Spendenbaum in Zichtau. Die Wichtel kaufen dann die Geschenke und verteilen diese bei der großen Spendengala. Insgesamt konnten sie bereits 85 Kinder aus verschiedenen Kinderheimen, zehn Rentner und zehn Tiere glücklich machen. „Ich will einfach ein Zeichen setzen und die Zeit für andere nutzen“, erklärt die 53-Jährige. Sie bekomme auch von den Menschen sehr viel zurück, angefangen vom Gutschein für den Friseur bis hin zu Briefen, in denen die Menschen sich für die Hilfe bedanken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare