Stadträte wollen mehr Personal

Klötze: Hauptamtsleiter kündigt Umstrukturierungen im Rathaus an

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Im Klötzer Rathaus stehen für das neue Jahr weitere Veränderungen an: Das Personalkonzept soll noch mal auf den Prüfstand. Außerdem fordern einige Stadträte weitere Einstellungen, um die Arbeit zu schaffen.

Klötze – Die Liste mit den Stellenausschreibungen, die die Stadt Klötze auf ihrer Homepage veröffentlicht, wurde in den vergangenen Wochen immer länger.

Neben der beständigen Suche nach Erziehern für die Kindereinrichtungen war dort auch die Stelle einer Kita-Leiterin für die Purnitzrabauken in Lockstedt ausgeschrieben, da die aktuelle Kita-Leiterin zum Jahresende in den Ruhestand geht.

Schon seit dem Frühjahr versucht die Verwaltung, die Stelle eines Schwimmmeistergehilfen oder Fachangestellten für Bäderbetriebe zu besetzen, da ansonsten in Kunrau und in Klötze im kommenden Sommer kein Badebetrieb möglich wäre. Auch für das Bau- und Ordnungsamt gab es eine Stellenausschreibung, ebenso für die Nachbesetzung einer Stelle im Einwohnermeldeamt. Einige Ausschreibungen sind inzwischen abgeschlossen, andere laufen weiter.

Dass die Personalsituation in der Stadt Klötze angespannt ist, machte vor Kurzem auch Stadtratsmitglied Joachim Klabis zum Thema. Er hatte einen Termin im Bauamt und stellte fest, dass dort zu wenig Mitarbeiter sind, um alle Anliegen abzuarbeiten. „Die haben da gewaltig was um die Ohren“, erklärte das Stadtratsmitglied aus Trippigleben.

Deshalb, so seine Anregung, sollte sich die Stadt Gedanken machen über die Besetzung der Ämter. Joachim Klabis forderte weitere Einstellungen in der Verwaltung, in der derzeit 30 Stellen in der Kernverwaltung besetzt sind. „Wir haben so viele Bauvorhaben in der Stadt, dazu kommen die Belange der Ortsteile und das private Bauen“, listete er auf. „Es ist an der Zeit, dass da noch jemand im Bauamt eingestellt wird, um die Situation zu verbessern“, so der Wunsch des Linken-Stadtrates. „Wenn wir in Zukunft nach vorne wollen, müssen wir den Sparkurs des vorigen Bürgermeisters korrigieren“, forderte der Trippiglebener.

Bürgermeister Uwe Bartels erläuterte, dass im Rahmen der nun beginnenden Haushaltsplanung für 2020 auch der Stellenplan in der Verwaltung ein Thema der Beratungen der Fraktionen sein müsse. Er machte jedoch darauf aufmerksam, dass nicht nur Neueinstellungen gefordert werden können, sondern sich die Stadträte auch bewusst sein müssen, dass diese Stellen Geld kosten.

Das Thema Personal beschäftigt auch Hauptamtsleiter Matthias Reps intensiv, wie er im AZ-Gespräch informiert. Zwar hatte die Stadt vor einigen Jahren mithilfe eines Instituts ein Personalkonzept für die Mitarbeiter im Rathaus inklusive Arbeitsplatzbeschreibungen und finanzieller Einstufung erstellt. Doch da will der Hauptamtsleiter als Verantwortlicher für das Personal auf jeden Fall noch mal ran.

„Es wird Umstrukturierungen geben müssen“, kündigt Matthias Reps im AZ-Gespräch an. Erste Veränderungen hatte es in diesem Jahr schon beim Martinimarkt gegeben, wo erstmals nicht nur die Mitarbeiter aus dem Ordnungsamt präsent waren, sondern auch ämterübergreifend mit dem Bauamt eng zusammengearbeitet wurde. „Es ist das Stadtfest, deshalb macht da auch die ganze Stadt mit“, so die Maxime des Hauptamtsleiters, der innerhalb der Verwaltung Zweierteams bilden ließ, die zu Fuß auf dem Rummel nach dem Rechten gesehen haben.

VON MONIKA SCHMIDT

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