Verheerender Brand an der Poppauer Straße 

Klötze: Großbrand in einer Bautischlerei verursacht Schaden in Millionenhöhe

+
Großbrand eines Handwerksbetriebs an der Poppauer Straße in Klötze gestern Nacht.

jsf/pm Klötze – In der Nacht zu Karfreitag ist es in der Poppauer Straße zu einem Großbrand eines Handwerksbetriebs gekommen. 

+++ Update +++

Ein Schaden in Millionenhöhe ist gestern in den frühen Morgenstunden bei einem Brand im Klötzer Gewerbegebiet West entstanden.

Um 2.40 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert, nachdem Firmenchef Dieter Reek über eine Überwachungsanlage den Brand in der Werkstatt entdeckt hatte. Als die Feuerwehren am Brandort an der Poppauer Straße eintrafen, stand eine Seite des Werkstattgebäudes bereits in Vollbrand. Der Wind erschwerte die Löscharbeiten, so dass das Feuer auch auf die angrenzende Lagerhalle übergriff, berichtet die Polizei. Beide Gebäude waren nicht mehr zu retten. Auch das davorliegende Bürogebäude ist beschädigt.

83 Einsatzkräfte mit 16 Fahrzeugen der Wehren aus Klötze, Hohenhenningen, Immekath, Kusey, Lockstedt, Wenze und Kalbe waren vor Ort.

Die Löscharbeiten dauerten für die Klötzer Wehr bis gestern Nachmittag an. Immer wieder flammten einzelne Brandherde auf, die zwischen der heruntergefallenen Hallendecke und den Balken für die Wehr nur schwer zu erreichen waren. Die Hitze des Brandes beschädigte auch ein Gebäude eines angrenzenden Betriebs. Dort rissen die Fensterscheiben

VON MONIKA SCHMIDT

--

+++ Erstmeldung +++

Gegen 2.44 Uhr in der Nacht ging bei der Polizei die Meldung ein, dass es in der Poppauer Straße brennt.

Zum Stand der bisherigem Ermittlungen gibt die Polizei folgendes in ihrer heutigen Presseerklärung bekannt:

Der 60-jährige Firmeneigentümer erhielt um 2.34 Uhr durch eine Überwachungsanlage Kenntnis von dem Brand und informierte sofort über den Notruf die Rettungsleitstelle. Als gegen 2.50 Uhr die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr am Brandort eintrafen, stand eine Seite des Werkstattgebäudes bereits voll in Brand. Wind erschwerte die sofort eingeleiteten Löscharbeiten der Feuerwehr zudem derart, dass das Feuer vom Werkstattgebäude auf die sich anschließende Lagerhalle übergreifen konnte.

Das Feuer verursachte ersten Einschätzungen zufolge einen Schaden in Millionenhöhe.  

Trotz des Einsatzes von 77 Kameraden der Feuerwehren konnten beide Gebäude nicht mehr gerettet werden. Damit wurden eine Produktionshalle, die dazugehörigen Büros und eine Lagerhalle Opfer der Flammen. In der Lagerhalle befanden sich zwei Lkws, ein Transporter, ein Traktor, ein Radlader, zwei Gabelstapler und ein Fertighaus. Es wird insgesamt von einem Schaden in Millionenhöhe ausgegangen.

Zusätzlich wirkte sich die Brandhitze auf das Gebäude eines 30 Meter entfernten weiteren Handwerksbetriebs aus. Es kam zur Beschädigung an der Fasse und gerissenen Fensterscheiben, nicht jedoch zum Brand. Die Schadenshöhe wurde hier bislang mit 20.000 Euro beziffert. Verletzte gibt es nach Stand der bisherigen Ermittlungen glücklicherweise nicht.

Um 5.25 Uhr war der Brand gelöscht. Zum Einsatz kamen die Kameraden der Feuerwehren aus Klötze, Immekath, Hohenhenningen, Wenze, Kusey, Lockstedt und Kalbe (Milde) mit 15 Fahrzeugen. Bislang machten sich immer wieder Nachlöscharbeiten erforderlich.

Am heutigen Tag erfolgt die kriminaltechnische Brandortuntersuchung. Dazu werden auch die Tatortgruppe und ein Brandursachenermittler des LKAs eingesetzt. Die Brandursache ist unklar, die Ermittlungen dauern an und gehen in alle Richtungen.

Die Polizei sucht Zeugen welche sachdienliche Hinweise zur Brandaufklärung geben können. Von besonderem Interesse sind insbesondere Zeugen, die erste Brandanzeichen bemerkt haben, weil die technische Alarmauslösung durch den Brand selbst ausgelöst worden sein kann und damit möglicherweise zeitverzögert erfolgt ist.

Auch Hinweise zu in Brandzeitnähe beobachteten Personen oder Fahrzeugen sind von besonderer Bedeutung. Wer Hinweise geben kann wird gebeten sich im Polizeirevier Altmarkkreis Salzwedel unter der Telefonnummer (0 39 01) 84 80 zu melden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare