Deutlicher Vorsprung beim Geschlechtervergleich / Einheitsgemeinde verliert 136 Einwohner

Klötze ist eine Frauenhochburg

Mit 4,9 Prozent prozentual den meisten Einwohnerzuwachs in der Einheitsgemeinde hatte der kleine Ort Nesenitz im Jahr 2011 zu verzeichnen. Foto: Schmidt

Klötze. Bei den kleinsten Orten in der Einheitsgemeinde Stadt Klötze gab es im vergangenen Jahr die größten Einwohnerverluste. Das ergibt sich aus den Zahlen des Einwohnermeldeamtes der Stadt mit Stichtag 31. Dezember 2011.

Insgesamt hat die Stadt Klötze 136 Einwohner gegenüber dem Vorjahr verloren, erreicht aber noch einen Stand von über 10 000, nämlich 10 673. Prozentual den größten Einwohnerschwund hat Böckwitz zu verzeichnen. Zehn Einwohner weniger als 2010 weist die Statistik aus, das ist ein Minus von 7,8 Prozent. Auch in Schwarzendamm macht sich das Minus von vier Einwohnern gleich kräftig in der Statistik bemerkbar. Mit 7,6 Prozent Minus liegen die Schwarzendammer auf dem zweiten Platz bei den Einwohnerverlusten. In Quarnebeck macht der Verlust von acht Einwohnern 4,3 Prozent aus, in Dönitz gibt es ein Minus von 4,2 Prozent.

Der Ort Neuendorf, der im Vorjahr mit einem Verlust von 13,8 Prozent einsamer Spitzenreiter war, hat 2011 nur fünf Einwohner verloren und liegt damit in der Verlustrechnung nur noch an fünfter Stelle. 2010 war Rappin der Ort mit den zweitgrößten Verlusten. Das hat sich für 2011 verändert, denn Rappin gehört zu den wenigen Orten, die ein Plus bei der Einwohnerzahl ausweisen können. Ein Einwohner mehr macht für den 35-Seelen-Ort immerhin ein Plus von 2,9 Prozent aus.

Die meisten Einwohnergewinne hat Nesenitz zu verzeichnen. Dort stieg die Zahl um zwei Einwohner, das entspricht 4,9 Prozent bei immerhin 41 Einwohnern. Als dritter Ort in der Einheitsgemeinde hat Neuferchau Einwohner dazugewonnen, und zwar zwei, das entspricht 0,5 Prozent.

Der einzige Ort, bei der es keine Einwohnerveränderungen gab, ist der kleinste der Einheitsgemeinde: Altferchau blieb 2011 beständig bei 28 gemeldeten Einwohnern. In der Vorjahresstatistik hatte Altferchau noch ein Plus von zwei Einwohnern zu verzeichnen, das entsprach immerhin 7,7 Prozent, und war damit der Ort, der am zweitmeisten Gewinne gemacht hatte. Auf Platz drei bei den Gewinnen lag 2010 Hohenhenningen mit neun Einwohnern mehr, die 6,2 Prozent ausmachten. 2011 hatte der Ortsteil davon aber schon wieder fünf Einwohner verloren, das entspricht einem Minus von 3,31 Prozent. Bei allen anderen Orten liegen die Verluste zwischen einem und zwei Prozent.

Beim Blick auf die einzelnen Einwohnerzahlen halten Klötze und Kusey mit je 26 Einwohnern weniger die Spitzenplätze. Für Kusey macht das bei 838 Einwohnern ein Minus von drei Prozent. Für Klötze bedeuten 26 Einwohner weniger bei 4 904 Einwohnern insgesamt gerade mal 0,53 Prozent.

Auffallend ist in Klötze die Differenz zwischen Männern und Frauen. Im Ortsteil leben 2 394 Männer und 2 510 Frauen. Im benachbarten Schwiesau leben dagegen deutlich mehr Männer als Frauen. Von den 341 Einwohnern sind 156 Frauen und 185 Männer. In Wenze wohnen exakt 100 Männer und 72 Frauen. In allen anderen Orten hält sich das Geschlechterverhältnis in etwa die Waage, nur in Lockstedt gibt es mit 117 Frauen und 103 Männern noch eine deutliche Differenz in der Statistik.

Von Monika Schmidt

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