Rückgang wegen Corona

Fast 5000 Besucher weniger in der Klötzer Familienbildungsstätte

Frauen mit Mundschutz-Masken suchen an Tischen voller Kleidung nach passenden Sachen für den Nachwuchs.
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Die Kleiderbörse in der evangelischen Familienbildungsstätte in Klötze konnte 2020 nur einmal stattfinden.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Zweimal war die evangelische Familienbildungsstätte in Klötze wegen Corona im vergangenen Jahr geschlossen. Das wirkte sich auf die Besucherzahlen aus. Auch derzeit ist die Einrichtung noch nicht wieder geöffnet. Deshalb hat sich das Leitungsteam Alternativen überlegt.

Klötze – Die evangelische Familienbildungsstätte (EFA) in Klötze muss für das Jahr 2020 einen deutlichen Rückgang bei den Besucherzahlen verzeichnen. Schuld ist die Corona-Pandemie, die wegen des zweimaligen Lockdowns für ein leeres Haus sorgte. Einige Kurse konnten gar nicht wieder aufgenommen werden, andere nur in kleinere Runde, wie EFA-Leiterin Antje Kampe im Gespräch mit der Altmark-Zeitung bilanziert.
Insgesamt haben im vergangenen Jahr 4585 Personen die Einrichtung betreten, stellt sie in der Statistik fest. „Das sind etwa 5000 weniger als im Jahr 2019“, so die Zusammenfassung der EFA-Leiterin. Damals konnten 9541 Personen als Gesamtbesucherzahl gemeldet werden.
Nur bis zum 13. März 2020 durfte die Einrichtung ihre Kurse ganz normal anbieten, erinnert Antje Kampe weiter. Danach ging es im eingeschränkten Betrieb erst ab Juni weiter. „Offene Angebote, wie die offene Spielzeit oder die Kinderzeit, wurden den Rest des Jahres nicht mehr angeboten“, bedauert sie.
Die Sportkurse durften nur bis Ende Oktober stattfinden, inzwischen sind einige Angebote online wieder aufgenommen worden. Das ist aber kein Ersatz zum gemeinsamen Trainieren. Aber auch die großen traditionellen Veranstaltungen wie das Sommerfest, das Pellkartoffelessen, das Martinsfest und die Weihnachtsfeier durften 2020 nicht stattfinden.
Somit hat sich auch die Zahl der Angebote in der evangelischen Familienbildungsstätte für 2020 deutlich reduziert. Gab es 2019 noch insgesamt 1063 Veranstaltungen mit einer Kursdauer von 1887,5 Stunden konnten 2020 nur 636 Veranstaltungen mit 1233,5 Stunden in der Einrichtung abgehalten werden. So gab es für Kinder und Jugendliche im Vorjahr nur 54 Veranstaltungen (2019: 98). Selbsthilfegruppen und Hobbygruppen trafen sich zu 221 Veranstaltungen (350), die Zahl der kirchlichen Angebote ging auf 75 (153) zurück.

Eingeschränktes Ferienprogramm

Bei den Kindern und Jugendlichen konnte es im Winter, in den Herbstferien und im Sommer Angebote geben. Nur Ostern und Pfingsten fielen aus, erinnert Antje Kampe weiter. Schulprojekte konnten in Absprache mit dem Ordnungs- und dem Schulamt im Herbst und zu Weihnachten angeboten werden. „Für viele Kinder war das der erste und einzige Projekttag in diesem Kalenderjahr“, bedauert die EFA-Leiterin. Auch der regelmäßige Spielkreis in der Einrichtung am Dienstag konnte nur bis März angeboten werden. Danach gab es nur noch Spielkreise, die von bereits fest bestehenden Gruppen besucht wurden, da offene Angebote wegen Corona nicht erlaubt waren.

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