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Stadt Klötze bleibt ein halbes Jahr Zeit

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Von: Monika Schmidt

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ein Schulgebäude mit einer Rasenfläche davor, auf der Autos parken
In der Kunrauer Grundschule sollen ab dem kommenden Jahr auch alle Kinder aus dem Einzugsbereich Kusey unterrichtet werden. © Monika Schmidt

Ab August sollen alle 96 Kinder, die für die Kuseyer Grundschule angemeldet sind, in Kunrau beschult werden. Die Stadt hat ein halbes Jahr Zeit, um die Räume herzurichten.

Kunrau – Die Zukunft der Kunrauer Grundschule interessierte auch die Mitglieder des Kunrauer Ortschaftsrates. Vieles hatten sie bislang nur aus der Zeitung erfahren. Nun wollten sie Informationen aus erster Hand und hatten sich Hauptamtsleiter Matthias Reps und den zuständigen Sachgebietsleiter Christopher Schürz zur Sitzung ins Schloss eingeladen. „Wir sind in einer Phase, in der wir uns mit mehreren Trägern austauschen“, sagte Matthias Reps zum aktuellen Stand der Vorbereitungen. So werde mit dem Schulamt, dem Kreis und der PVGS gesprochen. „Jeder hat Wünsche und Vorstellungen“, machte Reps deutlich, dass es nicht einfach ist, alles unter einen Hut zu bringen. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, dass der komplette Einzugsbereich der bisherigen Kuseyer Grundschule zum neuen Schuljahr nach Kunrau verlegt wird. Aktuell sind es 96 Kinder, die dann zusätzlich statt in Kusey in Kunrau beschult werden. Doch schon bei den Anhörungen in den Ortschaftsräten und in der ersten Diskussion im Hauptausschuss hatte sich abgezeichnet, dass nicht alle mit diesem Vorschlag einverstanden sind. Eine andere Lösung wird es aber wohl nicht geben können, da in der Klötzer Grundschule im kommenden Jahr 57 Erstklässler eingeschult werden, so dass der aktuell freie Raum als Klassenraum genutzt werden muss. In Klötze ist schlichtweg kein Platz, um eine zusätzliche Klasse oder einzelne Kinder aus dem Bereich Immekath und Ristedt aufzunehmen, stellte Matthias Reps in Kunrau klar. „Wir haben das geprüft, ob die Kinder aus Ristedt und Immekath nach Klötze gehen können“, betonte der Hauptamtsleiter. Das sei auch als Ausnahme nicht möglich. Ebenfalls in Gesprächen ist die Stadt Klötze mit der Kunrauer Schulleitung über die Nutzung der dortigen Räumlichkeiten. „Die Personalsituation ist eng“, informierte der Hauptamtsleiter aus den Gesprächen weiter. Auf diese habe aber die Stadt keinen Einfluss, erinnerte er. Einzig die Sekretärin der Grundschule werde von der Stadt gestellt, für die Lehrkräfte ist das Schulamt zuständig. „Es muss jetzt entschieden werden, was passiert“, betonte Matthias Reps weiter. Nur dann könnten Mittel in den Haushalt eingestellt werden und fließen, damit das erste Halbjahr 2023 genutzt werden kann, um die Klassenräume für die neuen Schüler herzurichten. „Wir haben dann ein halbes Jahr Zeit für die Renovierung“, machte er deutlich.

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