Stadt könnte im kommenden Jahr Kriegsflüchtlinge aufnehmen / Integration garantieren

Klötze bereitet sich vor

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Vertreter aus dem Kreistag und Einwohner trafen sich im Februar in Gardelegen zu einem symbolischen Spaziergang zur Asylbewerberunterkunft, um die Flüchtlinge zu begrüßen. Es müsse eine „Willkommenskultur“ geschaffen werden, wünscht sich der Salzwedeler Landrat Michael Ziche (l.). Auch in Klötze sollen im kommenden Jahr Kriegsflüchtlinge untergebracht werden.

Klötze. „Wir müssen uns der Problematik stellen. “ Darauf hat der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann im nichtöffentlichen Teil der vergangenen Sitzung bereits die Mitglieder des Hauptausschusses vorbereitet, wie er auf AZ-Anfrage informierte.

Landrat Michael Ziche hat auch in Klötze nachgefragt, ob die Stadt künftig Wohnraum für Asylbewerber und andere Flüchtlinge zur Verfügung stellen kann. Bislang wurden die Flüchtlinge in Salzwedel, Gardelegen und Kalbe untergebracht. Da sich ihre Zahl im kommenden Jahr aber voraussichtlich verdoppelt, sucht der Kreis dringend nach Wohnungen. „Kommunale Wohnungen gibt es nicht“, erinnert Matthias Mann. Diese sind alle an die Wohnungsbaugesellschaft übertragen. Die Gesellschaft, aber auch Privatleute, sollen nun angesprochen werden, ob sie Wohnungen zur Verfügung stellen können.

Wie viele Flüchtlinge in Klötze untergebracht werden sollen, steht noch nicht fest. „Es geht aber ja nicht nur um die Wohnung“, erklärt Matthias Mann. „Es muss auch die Integration garantiert werden.“ Und dazu gehören unter anderem Schule, Kita und die komplette Infrastruktur in der Stadt. Im neuen Jahr, so hat der Landrat angekündigt, wolle er mit den Bürgermeistern die Problematik noch einmal konkret besprechen. „Zentrale Gemeinschaftsunterkünfte sind nicht die Lösung“, findet Matthias Mann. Meist handelt es sich bei den verstärkt nach Deutschland kommenden Kriegsflüchtlingen um Familien. [...]

Von Monika Schmidt

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