Teilhabemanagerin und Ortschaftsrätin fordern Ordnung und Sicherheit ein

Klötze: Ärger über zugeparkte Gehwege

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Dass immer öfter Autos mitten auf dem Gehweg geparkt werden und so den Weg für Fußgänger blockieren, wurde unter anderem im Klötzer Ortschaftsrat am Donnerstag kritisiert.

Klötze – Es ist ein leidiges Problem in Klötze, das so schnell wohl auch nicht gelöst werden kann. Das Parken auf Gehwegen reißt nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den Ortsteilen immer mehr ein.

Autofahrer stellen ihre Fahrzeuge direkt vor dem Haus auf Grünstreifen oder Gehwegen ab. Und beachten dabei nicht, dass Menschen im Rollstuhl, Rollator-Nutzer und Eltern mit Kinderwagen den Gehweg dann nicht mehr nutzen können.

„Das müsste viel stärker kontrolliert werden“, findet Steffi Schitteck. Die örtliche Teilhabemanagerin des Altmarkkreises brachte das Thema bei der Gesprächsrunde zum Thema Teilhabebarrieren und Inklusion im Klötzer Rathaus an. Sie bat den Klötzer Ortsbürgermeister, sich darum zu kümmern. „Das ist ruhender Verkehr, dafür ist das Ordnungsamt zuständig“, erwiderte Hans-Jürgen Schmidt. Auch ihm sind die zugeparkten Gehwege und Autos, die direkt vor den Häusern abgestellt werden, seit Jahren ein Dorn im Auge.

Steffi Schitteck appellierte an die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, nicht nur in der Kernstadt zu kontrollieren und Knöllchen zu verteilen. Auch in den Orten sei dies nötig. Als ein Beispiel nannte sie zum wiederholten Mal die Vorderstraße in Lockstedt, wo ihr das unerlaubte Parken sehr häufig ins Auge fällt.

Die Parksituation in der Einheitsgemeinde soll auch bei der nächsten Gesprächsrunde noch einmal beleuchtet werden. Dann hofft Steffi Schitteck auch auf die Teilnahme von Bürgermeister Uwe Bartels, um ihm das Problem nahezubringen. Bei der jüngsten Zusammenkunft hatte der Bürgermeister krankheitsbedingt absagen müssen.

Loch im Gehweg

Bei der Sitzung des Klötzer Ortschaftsrates am Donnerstag kam Heiko Hutopp auf das Thema zugeparkte Gehwege zu sprechen. Er forderte das Einhalten von Ordnung und Sicherheit ein und die Stadt gleichzeitig auf, dies stärker zu kontrollieren. „Die Bürgersteige sind für den Bürger da“, erklärte Heiko Hutopp. Sie sollten nicht als Abstellflächen für Fahrzeuge missbraucht werden. „Es sollen keine Autos auf den Gehweg parken“, forderte Hutopp.

Zum Thema Gehwege verwies Ilka Speckhahn auf ein weiteres Problem, das ebenfalls schon in der Runde zur Barrierefreiheit angesprochen war. Ihr ist unverständlich, erklärte sie, warum seit einem Jahr der Gehweg unmittelbar in der Nähe des Rathauses an der alten Turnhalle kaputt sei und sich die Stadt nicht darum kümmert, dass eine Reparatur veranlasst wird. „Das große kaputte Loch ist eine Schande“, sagte die einzige Ortschaftsrätin von Klötze. „Dass sich die Verwaltung das in unmittelbarer Nähe so gefallen lässt“, verwunderte Ilka Speckhahn schon. Die Verwaltung soll aufgefordert werden, für Ordnung und Sicherheit in dem Bereich zu sorgen, wünschte sich Ilka Speckhahn während der Sitzung am Donnerstag.

VON MONIKA SCHMIDT

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