„Schickt die Lkw raus aus der Stadt“

Parkende Laster sorgen in Klötze für Unmut

Zwei Lkw parken auf einem Parkstreifen, davor steht ein Schild, das einen Busparkplatz ausweist.
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Parkende Lkw, die am Wochenende die Busspur vor der Klötzer Sekundarschule blockieren, sind den Ortschaftsräten ein Dorn im Auge.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Nicht mehr in der Innenstadt, sondern im Gewerbegebiet, wo viel Platz ist, sollen künftig Lkw zum Parken abgestellt werden. Die Klötzer Ortschaftsräte wollen das erreichen.

Klötze – Dass auf dem Bus-Parkstreifen an der Straße der Jugend am Wochenende keine Busse, sondern Lkw parken, ärgert Christian Gebühr. Bei der jüngsten Sitzung des Klötzer Ortschaftsrates machte er darauf aufmerksam, dass durch die schweren Fahrzeuge tiefe Spurrinnen im Pflaster des Parkstreifens entstanden sind. „Die drücken das ganze Pflaster ein“, erklärte er.

Uwe Witte unterstützte die Kritik des Ortschaftsratsmitglieds. „Das ist eine Katastrophe, die haben da nichts zu suchen“, so Witte. Er erinnerte, dass es sich um einen Parkstreifen für die wartenden Schulbusse handele, der dafür sorgt, dass die Schulkinder sicher in den Bus einsteigen können. Lkw-Fahrer sollten sich einen Platz im Gewerbegebiet suchen, um ihre Fahrzeuge dort abzustellen. „Schickt die großen Lkw aus der Stadt raus“, forderte Uwe Witte.

Auch auf der Salzwedeler Straße würden Lkw zum Parken abgestellt. „Die stehen so eng, dass man nicht dahinter reinfahren kann“, wusste Witte. Die parkenden Fahrzeuge hatten auch für Probleme beim Winterdienst gesorgt, der die Straße nicht ordentlich schieben konnte. Bernd Unruh schloss sich der Kritik an und nannte als weiteres Beispiel Klötze-Süd und die Fliederallee. „Im Gewerbegebiet können die die ganze Woche stehen“, so Unruh.

Der Klötzer Ortsbürgermeister Raimund Punke kannte die „rechtlichen Fragen“ nicht und wollte sich deshalb bei der Stadt erkundigen, ob parkende Lkw aus der Stadt verbannt werden können.

Bei jeder Sitzung Thema

„Jedes Mal, in jedem Ortschaftsrat, ist das Thema“, ärgerte sich Ilka Speckhahn. Die einzige Ortschaftsrätin im Klötzer Gremium erinnerte daran, dass die Parksituation an der Salzwedeler Straße ständig Thema bei den Sitzungen ist – ohne dass sich etwas ändert. „Es gibt inzwischen auch Dauerparker über lange Zeit“, hatte sie beobachtet. Die Fahrzeuge, die am Straßenrand eng an eng stehen, machen es für den Durchgangsverkehr schwer, die Straße zu passieren. Zumal oft Lücken fehlen, um bei Gegenverkehr einzuscheren. Halte- und Parkverbotsschilder werden vielfach ignoriert. „Wir haben da schon so oft drüber diskutiert, wer dafür zuständig ist“, erinnerte sie die Ortschaftsratsmitglieder.

Ilka Speckhahn wollte wissen, wer Strafen für die Falsch- und Dauerparker aussprechen kann. „Das Ordnungsamt“, kam prompt die Antwort von Klaus Ewer-towski. Ortsbürgermeister Raimund Punke schränkte ein, dass bei Verbotsschildern darauf geachtet werden müsse, wie die Straße eingestuft sei. Die Salzwedeler Straße ist eine Landesstraße. Bei innerörtlichem Verkehr sei das aber egal, da dafür das Ordnungsamt der Stadt zuständig sei, wurde informiert. Ilka Speckhahn forderte deshalb, dass die Situation der Stadt mitgeteilt werden solle mit dem dringenden Appell, das Ordnungsamt zu aktivieren. „Das können wir so auf Dauer nicht akzeptieren“, wünschte sie sich ein Einschreiten.

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