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Klärschlamm: Ohne Schreiben aus Magdeburg gibt es keine Genehmigung

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Die Platte (l.), auf der der Klärschlamm in Immekath gelagert wird, leert sich langsam. Das Problem der Klärschlammentsorgung ist damit aber noch nicht gelöst. Der Wasserverband hofft auf eine Ausnahmegenehmigung des Landkreises.

Immekath. „Jetzt haben wir ein bisschen Luft auf der Platte“, atmete Birgit Lange, Geschäftsführerin des Klötzer Wasserverbandes, bei der letzten Verbandsversammlung des Jahres sichtlich auf. Am Vormittag war noch einmal Klärschlamm vom Immekather Klärwerk abgeholt worden, eine weitere Fuhre sollte bis zum Jahresende noch folgen.

Und dennoch: Gelöst ist das Problem der Schlammentsorgung damit noch nicht, machte sie deutlich. Denn bald werde die Platte wieder mit neuem Schlamm gefüllt.

Der Klötzer Wasserverband wartet dringend auf eine Genehmigung der unteren Abfallbehörde beim Altmarkkreis, den Klärschlamm landwirtschaftlich entsorgen zu können. Das thermische Verbrennen ist nicht nur teuer, sondern es ist für den Verband auch schwer, Anbieter dafür zu finden. Doch weil im Versorgungsgebiet ein kartoffelverarbeitender Betrieb ist, müsste der Verband nachweisen, dass der Schlamm nicht mit gefährlichen Kartoffelsporen versetzt ist. Dafür war bundesweit aber kein Labor zu finden. Bei den Nachbarn in Niedersachsen gibt es Ausnahmegenehmigungen. Auf eine solche hofft auch der Klötzer Wasserverband. Die Geschäftsführerin hatte die Politik eingeschaltet, um zu einer Lösung zu kommen. Doch laut Informationen der oberen Abfallbehörde beim Land müsse der Fall auf Kreisebene entschieden werden. Magdeburg hätte nichts dagegen. Nur liegt diese Antwort noch nicht schriftlich in Salzwedel vor.

Wie Verbandsvorsitzender Raimund Punke bei der Versammlung informierte, hatte er sich noch einmal beim Landtagsabgeordneten Jürgen Barth, der sich für den Wasserverband in Magdeburg eingesetzt hatte, erkundigt, wie der Stand der Dinge ist. „Jürgen Barth hat gesagt, dass er sich nochmals eingeschaltet hat“, berichtete Punke nach dem Gespräch. Demnach „versteht die obere Abfallbehörde nicht, was da klemmt“, informierte der Vorsitzende. Von der oberen Behörde werde betont, dass die Zustimmung für eine Ausnahmegenehmigung eingeleitet sei. Die Antwort müsse beim Altmarkkreis bereits vorliegen, gab Raimund Punke die Informationen es Landtagsabgeordneten weiter. „Aber ich kann da ja auch nicht jeden Tag anrufen und da nachfragen“, machte Birgit Lange deutlich. Sobald die Antwort aus Magdeburg in Salzwedel vorliege, wolle sich die Amtsleiterin bei ihr melden, so war Birgit Lange mit Salzwedel verblieben.

Von Monika Schmidt

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