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Kita-Eltern wollen mitreden

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Die 16 Kindereinrichtungen in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen (hier die Kita Wassensdorfer Rabauken) haben jetzt eine gemeinsame Stadtelternvertretung. Ihr Vorsitzender Marco Sobotta will die Interessen der Eltern frühzeitig einbringen. Fotos: Archiv/privat
Die 16 Kindereinrichtungen in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen (hier die Kita Wassensdorfer Rabauken) haben jetzt eine gemeinsame Stadtelternvertretung. Ihr Vorsitzender Marco Sobotta will die Interessen der Eltern frühzeitig einbringen. Fotos: Archiv/privat

Oebisfelde. „Wir wollen nicht den Erzieherinnen erzählen, wie sie unsere Kinder erziehen sollen, sondern eine Verbindung der Eltern in Richtung Politik herstellen. “ So fasst Marco Sobotta die Aufgaben der neuen Stadtelternvertretung (SEV) zusammen.

Am Dienstag hat sich das Gremium in der Oebisfelder Kita Knirpsentreff konstituiert.

Zwölf der 16 Kindertageseinrichtungen in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen hatten Vertreter entsandt. Aus ihrer Mitte wählten sie den 35-jährigen Sobotta, Elternvertreter in der Oebisfelder Krippe Knirpsentreff und Vater von zwei Kindern, zum SEV-Vorsitzenden. Sein Stellvertreter ist Torsten Wagner (Kita Regenbogenland), weitere Vorstandsmitglieder Markus Hars (Kita Drömlingsspatzen, Rätzlingen, Schriftführer) und Mareen Walter (Kinder-Campus Weferlingen).

Drei Schwerpunkte hat sich die Stadtelternvertretung für ihre zweijährige Amtszeit gegeben: die mögliche Schließung von Einrichtungen in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen, die zu erwartenden Gebührenerhöhungen (AZ berichtete) und die Situation der Spielplätze in der Einheitsgemeinde.

Im Sozialausschuss am Montag hatte Bürgermeisterin Silke Wolf erstmals konkrete Zahlen zur Gebührenkalkulation für die Kindertagesstätten vorgelegt. Soviel steht fest: Durch die neue doppelte Haushaltsführung (Doppik) wird es teurer, weil Kosten wie Hausmeister und Verwaltungsaufgaben berücksichtigt werden müssen. Eine Erhöhung um 10 Euro für den Acht-Stunden-Vollzeitplatz hatten zwei Fraktionsvorsitzende ins Gespräch gebracht.

Die Stadtelternvertretung verweigert sich einer Kostenanpassung nicht grundsätzlich: „Eine Gebührenerhöhung wird es geben, aber sie soll transparent sein und nicht zu hoch“, sagt Marco Sobotta. „Wir würden gern wissen, warum es teurer wird.“

Die Wahl von Stadtelternvertretungen ist im neuen Kinderförderungsgesetz vorgeschrieben, das zum 1. August in Kraft trat. Sobotta begrüßt die Möglichkeit für die Eltern, sich zu organisieren und ihre Interessen zu vertreten. Unter anderem will die Stadtelternvertretung an Rats- und Ausschusssitzungen teilnehmen, in denen es um Kitaangelegenheiten geht. „Wir werden die Chance nutzen, rechtzeitig unsere Meinung beizutragen.“ Das hätten die Eltern etwa gern im Fall der auf Landkreisanordnung wieder abgeschafften Tempo-30-Zone vor der Kita Regenbogenland getan.

Grundsätzlich setzt die neue Stadtelternvertretung auf Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung. Zur zweiten Sitzung im November soll die Bürgermeisterin eingeladen werden, kündigt Sobotta an: „Für mich ist es wichtig, dass man miteinander spricht.“

• Kontakt zur Stadtelternvertretung und ihrem Vorsitzenden: marco.sobotta@sev-oebisfelde-weferlingen.de

Von Gerhard Sternitzke

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