Rüdiger Pflügner baut seinen Wunschbauernhof Stück für Stück detailgetreu nach

Kindheitstraum als Modellstadt

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Mit kritischen Blicken überprüft Rüdiger Pflügner, ob rund um das Fachwerkwohnhaus des Bauernhofes alles an seinem Platz steht. Mit viel Liebe zum Detail hat der Röwitzer sich seinen Traum vom eigenen Bauernhof erfüllt.

Röwitz. Seit 1995 ist Rüdiger Pflügner an den Rollstuhl gefesselt. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia lebt er in Röwitz. Seit zwölf Jahren ist Rüdiger Pflügner dabei, seine Kindheitsträume von einem eigenen Bauernhof im Modell nachzubauen.

Detailgetreu entstand das Anwesen Stück für Stück.

Wenn ihm eine Idee kommt, wird diese zu Papier gebracht und früher oder später umgesetzt. Anfangs beschäftigte sich Rüdiger Pflügner nur in den Wintermonaten mit dem Hobby, in den vergangenen Jahren nutzte er auch die anderen Monate, wenn das Wetter nicht zum Verweilen draußen einlud. Nur wenn es die Gesundheit zulässt und es ihm halbwegs gut geht, kann sich der Röwitzer den Arbeiten widmen. Immer wieder hilft und unterstützt ihn seine Frau Sylvia dabei.

Als erstes Modell entstand ein Hundezwinger mit Voliere und Taubenschlag, später eine Windmühle. Auf einer Fläche von etwa fünf mal zweieinhalb Metern befindet sich nun der Bauernhof. Zu ihm gehören 16 Gebäude wie der Pferdestall, ein Kuhstall und ein Schweinestall. Es gibt einen Unterstand für Enten, eine Gänsewiese mit Teich sowie ein Wohnhaus im Fachwerkstil.

Schaschlikstäbe und Zahnstocher verarbeitet Rüdiger Pflügner zu Zäunen. Die Wege sind aus Steinen, die es für Aquarien gibt. Die Gebäude entstehen aus einer Holzkonstruktion, die mit Styropor ausgekleidet und mit Sandpapier beklebt wird. Dachziegel fertigt Rüdiger Pflügner aus Zeichenkarton. Einige Gebäude, wie der Schweinestall, sind sogar innen ausgebaut und beleuchtet.

Da Bäume im Modell sehr teuer sind, hatte der Röwitzer eine gute Idee: Die Stängel von Weintrauben pinselt er mit Leim ein und besprüht sie mit Farbe, was erstaunlich echt wirkt.

Inzwischen ist der Bauernhof so weit fertig gestellt und der Platz in dem Zimmer ziemlich ausgefüllt.

Von Wolfram Weber

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