Anregungen aus der Apenburger Kita für die Zinnbergzwerge geholt

Keinen 08 /15-Bau machen

Damit die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte Zinnbergzwerge in Klötze auch während der Bauphase, die bei laufendem Betrieb umgesetzt werden soll, draußen spielen können, soll das benachbarte PTZ weichen. Fotos (2): Köhler

Klötze. Nachdem der Bescheid für den integrativen Umbau der Klötzer Kindertages-stätte Zinnbergzwerge vorliegt, sollen nun schnell Nägel mit Köpfen gemacht werden.

„Ziel ist es, den Umbau zu Beginn des neuen Kindergartenjahres im August abgeschlossen zu haben“, informierte Bürgermeister Matthias Mann im AZ-Gespräch. Er hatte bereits alle Verantwortlichen an einen Tisch geholt, um Details abzusprechen. Eng eingebunden sind nicht nur Verwaltung, Planer und Baufirmen, sondern auch Kita-Leiterin Christine Paul, mit der der Bauablauf eng abgestimmt wird. In dieser Woche wollen sich die Verantwortliche vor Ort in der Kita treffen, um konkrete Absprachen zu treffen. Dabei soll auch geklärt werden, wann welcher Bauschritt in Angriff genommen wird. „Das muss alles eng abgestimmt werden, da wir bei Parallelbetrieb in der Kita umbauen wollen“, informierte der Klötzer Bürgermeister als Gast im Klötzer Ortschaftsrat. Ein Punkt, der geklärt werden muss, ist der Abriss des ehemaligen PTZ neben der Kita, in dem derzeit noch die Theatergruppe beheimatet ist. Das Gebäude muss verschwinden, damit die Fläche im Frühjahr während der Bauphase von den Kindern als Bewegungsfläche genutzt werden kann, da auf dem Spielplatz die Bauarbeiten in Gange sein werden. Im Stadtrat soll die konkrete Zeitschiene für den Umbau vorgestellt werden, kündigte Matthias Mann an. „Im August 2012 wollen wir die neue Einrichtung in Betrieb nehmen. Das ist das Ziel, auch wenn der Bewilligungszeitraum bis zum Jahresende 2012 läuft. “.

Verschiedene Anregungen für die Gestaltung der Einrichtung sammelten Vertreter der Verwaltung bei einem Besuch in der Apenburger Kindertagesstätte. Der Tag der offenen Tür in der dortigen Einrichtung wurde genutzt, um sich zum Beispiel Ideen zu holen, wie Garderoben und Fensteraufteilungen in einer neuen Einrichtung umgesetzt werden können, um keinen 08/15-Bau zu haben. „Wir haben vor, im Dezember, spätestens im Januar die Ausführungsplanung fertig zu haben und auszuschreiben“, kündigte Matthias Mann an.

„Das Vorhaben ist eine tolle Sache für die gesamte Stadt Klötze“, schätzte Ortsbürgermeister Klaus Ewertowski ein. Schließlich werden die Zinnbergzwerge die erste integrative Einrichtung in der Stadt.

Einzig die Theatergruppe macht allen Beteiligten noch Sorgen: Es gebe zwar mehrere Ideen für neue Räumlichkeiten, aber ein Konsens sei noch nicht gefunden, informierte der Klötzer Bürgermeister. Er hat in naher Zukunft noch einmal ein Gespräch mit Kay Knittel. Der Vorschlag, ins alte Amtsgericht umzuziehen, scheint vom Tisch. Innenministerium als Zuständiger für die Polizei und die Landesimmobiliengesellschaft, die für die Vermarktung des bald leer stehenden Gebäudes zuständig ist, hatten Probleme bei den Zuständigkeiten. So wurde die Anregung der Stadt, wenigstens die Versorgungsleitungen angeschlossen zu lassen, nicht aufgegriffen. Die Leitungen wurden gekappt, so dass erst Geld in die Wiederherrichtung investiert werden müsste. Deshalb sucht die Theatergruppe mit Unterstützung der Stadt und des Ortschaftsrates nach Alternativen. Auch bei der Wobau hat Bürgermeister Matthias Mann bereits nach geeigneten Räumlichkeiten gefragt. Eine Entscheidung, wohin der Umzug gehen wird, ist indes noch nicht getroffen, muss aber bald fallen.

Von Monika Schmidt

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