„Keine Hamsterkäufe wie 2009“

Die 75-Watt-Glühbirnen (r.) verschwinden demnächst aus dem Handel. Stefanie Lüdecke, Verkäuferin im Klötzer Schottenmarkt zeigt eine Alternative – eine 15-Watt-Energiesparlampe.

Klötze - Von Matthias Mittank. Die Ära der Glühbirne geht nach und nach zu Ende. Nachdem vor einem Jahr der Verkauf der 100-Watt-Glühlampen verboten wurde, werden ab dem 1. September Birnen mit einem Verbrauch von 75 Watt aus dem Handel verschwinden. Doch der Großteil der Verbraucher hat sich bereits für die Alternative – die Energiesparlampe – entschieden.

In knapp einer Woche tritt die nächste Stufe einer EU-Verordnung in Kraft, die ineffiziente Leuchtmittel aus den Verkaufsregalen verbannt. Ab September dürfen 75 Watt-Birnen nicht mehr hergestellt werden, Restbestände aber noch verkauft werden. In einem Jahr sind dann die besonders verbreiteten 60-Watt-Glühlampen an der Reihe und im darauf folgenden Jahr die 40- und 25-Watt-Birnen. 2012 soll die altgediente Glühbirne schließlich gänzlich durch energiesparende Lampen ersetzt werden.

Doch eine Umfrage bei den Klötze Händlern zeigt: Die meisten Verbraucher haben sich längst für die Energiesparlampe entschieden. „Nein, Hamsterkäufer wie im vergangenen Jahr hat es diesmal nicht gegeben“, erklärte Stefanie Lüdecke, Verkäuferin im Klötzer Schottenmarkt, auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Es seien vor allem noch die ältere Kundschaft, die nach den herkömmlichen Glühbirnen fragt. „Diese Generation schätzt vor allem, dass das Licht nach dem Anschalten sofort hell ist“, weiß die Verkäuferin.

Anders die Energiesparlampe: Sie benötigt oft eine Weile bis sie ihre volle Helligkeit erreicht hat, verbraucht dafür aber deutlich weniger Strom. „Eine 75-Watt-Glühbirne kann durch eine 15-Watt-Energiesparlampe ersetzt werden“, klärt Stefanie Lüdecke auf. Laut Hersteller halten die neuen Lampen zudem um einiges länger als eine Glühlampe. Allerdings muss für eine Energiesparlampe auch einiges mehr auf den Kassentisch gelegt werden. „Durch den geringeren Stromverbrauch spart man aber letztlich doch. Die jüngere Generation hat das erkannt und greift fast nur noch zu Energiesparlampen“, weiß die Verkäuferin. Wer unbedingt noch 75-Watt-Birnen haben will, sollte sich beeilen. „Wir haben nur noch eine Hand voll im Sortiment“, stellt Stefanie Lüdecke beim Durchschauen der Regale fest. Nachbestellt wird bis zum 31. August nichts mehr – dafür sei die Nachfrage zu gering.

Ähnlich sieht es im Klötzer Possiel-Markt aus. „Wir haben nur noch 25- und 40-Watt-Birnen im Angebot, da die meisten Verbraucher davon ausgehen, dass auch die 60-Watt-Glühlampen bereits verboten sind“, erklärt Zora Hamaidi.

Anders in der Klötzer Fundgrube: „Wir haben noch mehr als 100 Stück der 75-Watt-Birnen. Die Nachfrage ist aber verschwindend gering“, erläutert Ralf Köpke.

Infos: Die richtige Energiesparlampe:

Die Auswahl der richtigen Energiesparlampe ist wichtig. Gewöhnliche Energiesparlampen können sich nur dann wirksam amortisieren und lange funktionieren, wenn sie optimal eingesetzt werden. Das bedeutet: An allen Orten, an denen lange und kontinuierlich Licht benötigt wird, ist Energiesparen angesagt.

Für Anwendungen wie

Treppenhausbeleuchtung oder über Bewegungsmelder geschaltete Leuchten, bei denen Licht nur kurzfristig benötigt wird, sind so genannte schnellstartende Energiesparlampen erhältlich. Diese halten auch dem häufigen Ein- und Ausschalten stand.

Generell sind Energiesparlampen optimal für eine durchgängige Beleuchtung der Hausnummer in der Nacht geeignet. Oder in

Räumen, die auch tagsüber länger mit künstlichem Licht versorgt werden sollen.

Auch als sanftes Nachtlicht im Kinder- oder Gästezimmer oder im Flur sind Energiesparlampen optimal.

Inzwischen gibt es auch dimmbare Energiesparlampen, die entweder mit einem handelsüblichen Dimmer oder sogar ohne Dimmer mit einem normalen Schalter eingestellt und bedient

werden können.

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