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Kein Inventar mehr im Braunen Hirsch

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Von: Monika Schmidt

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Die Gaststätte Brauner Hirsch in Kusey steht momentan leer
So lange es keinen neuen Pächter für die Gastwirtschaft samt Saal in Kusey gibt, soll der Braune Hirsch als Dorfgemeinschaftshaus für Kusey genutzt werden. © Schmidt, Monika

Kusey – „Der Braune Hirsch ist geschlossen. Der Gastwirt hat uns eine hohle Gans hinterlassen.“ So eröffnete der Kuseyer Ortsbürgermeister Norbert Nieder bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung den Tagesordnungspunkt zur Nachnutzung der Gaststätte in Kusey.

„Es ist kein Besteck, kein Teller, keine Tasse, kein Glas mehr da“, hatte Norbert Nieder die Räte zuvor informiert. Der Pächter habe das komplette Inventar mitgenommen, „das war wohl alles seins“, vermutete Norbert Nieder. Nur die Einrichtung sei noch vorhanden. Aber: „Es können aktuell keine Feiern stattfinden“, begründete der Ortsbürgermeister, da dazu das Geschirr fehle. Der Klötzer Stadtrat müsse zuerst über eine Neuausstattung des Gebäudes beschließen.

Denn: So lange es keinen neuen Pächter für die Gaststätte gibt, soll das Gebäude von den Kuseyern als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden. „Dazu werden Nutzungsverträge vorbereitet“, kündigte Norbert Nieder an. Der erste werde mit den Sängern geschlossen, die die Gaststätte auch weiterhin am Donnerstag für ihre Proben nutzen wollen und dies am Donnerstag in dieser Woche auch das erste Mal umsetzen wollen. Gleiches könnte auch für die Senioren geschehen, die auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten sind. Das Ortsbüro ist für die große Gruppe zu klein, derzeit sind sie ins Landjugendzentrum ausgewichen.

„Die Gaststättenräume können genutzt werden, aber es ist kein Inventar da“, erinnerte Norbert Nieder. „Wir müssen mit der Stadt klären, ob sie da investiert“, kündigte er an. Der Braune Hirsche solle wie ein Dorfgemeinschafshaus betrieben werden und stünde damit allen Einwohnern zur Verfügung. „Es gibt für alle die gleichen Bedingungen“, erklärte der Ortsbürgermeister. Wie in anderen Orten auch, dürfen die Vereine die Räumlichkeiten kostenlos nutzen. Wer eine private Feier macht, muss den Braunen Hirsch mieten. Dazu sollen dann die neuen Quadratmeterpreise, die derzeit noch in der Beratung des Stadtrates sind, angesetzt.

Die Wohnung über der Gaststätte soll derzeit nicht neu vermietet werden, kündigte Norbert Nieder weiter an. Sie wird freigehalten, falls es einen neuen Pächter gibt, damit dieser dort einziehen kann. Dass die Suche nach einem Pächter für die Gaststätte oberste Priorität haben sollte, war den Ortschaftsräten sehr wichtig. „Das Objekt sollte von der Stadt ausgeschrieben werden, um dort wieder einen Gaststättenbetrieb reinzubringen“, wünschte sich zum Beispiel Thomas Mann. Bis dahin möchte Norbert Nieder einen oder zwei Verantwortliche finden, die sich um eine ordentliche Übergabe der Dorfgemeinschaftsräume an die Nutzer kümmern. „Wir sollten das Ding nicht leer stehen lassen, da sollte wieder Leben drin sein“, gab Thomas Mann als Maxime aus.

Wolfgang Mosel wünschte sich neben der Suche nach einem Pächter auch noch einen Plan B für den Braunen Hirsch. Falls niemand die Gaststätte samt Saal pachten wolle, sollte darüber nachgedacht werden, den Saal abzutrennen und diesen gesondert zu verpachten.

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