Kein Geld fürs Spargelfest

Für das Spargel- und Besenbinderfest in Klötze in diesem Jahr gibt es keinen Zuschuss von der Stadt. Gemäß der Richtlinie der Stadt Klötze von 2001 werden keine Anträge berücksichtigt, die von einer Privatperson gestellt werden.

Klötze - Von Peter Lieske. 15 300 Euro stehen Klötze zur Förderung der Vereine zur Verfügung. „Das ist die Summe, die vom Stadtrat bewilligt wurde“, erläuterte Ortsbürgermeister Klaus Ewertowski den Mitgliedern des Ortschaftsrates. In allen drei Fraktionen wurden die Anträge der Vereine beraten. Die Vorschläge hatte die Verwaltung in einer gut übersichtlichen Liste zusammengefasst. Diese dienten dem Ortschaftsrat als Diskussionsgrundlage.

Bevor jedoch dem Vorschlag der CDU-Fraktionsvorsitzenden Martina Fritzsche, alle Anträge einzeln abzuhandeln, gefolgt wurde, konnte ein Zuschuss aus der Liste gestrichen werden. Der Freundeskreis Altmärkische Schweiz hatte einen Förderantrag in Höhe von 500 Euro zurückgezogen, informierte der Ortsbürgermeister. Gleich zu Beginn der Debatte ging es um eine der größten Summen, die beantragt wurden: 3 000 Euro für das Spargel- und Besenbinderfest. Die CDU-Fraktion halbierte die Summe in ihrer Empfehlung. Die SPD-Fraktion wollte den Betrag komplett streichen, da weder die Stadt noch ein Verein an der Ausgestaltung des Festes beteiligt war. „Das Spargelfest muss sich selbst tragen“, begründete Vorsitzender Jörg Kägebein den Fraktionsantrag. Stattdessen sollten die vorgeschlagenen Summen für den Frauenchor um 50 Euro, für den Karnevalsvereins um 250 Euro und für den Reit- und Fahrverein um 500 Euro aufgestockt werden. Als Antragsteller war Klaus Hilmer aufgelistet. Dieser konnte sich dazu nicht äußern. Wegen Befangenheit hatte das Ortschaftsratsmitglied vor der Diskussion Mitwirkungsverbot angezeigt und nahm außerhalb des Sitzungstisches Platz.

Die Fraktion Die Linke zog mit dem SPD-Antrag mit. Wie Stefan Thodte aber meinte, treffe das Prinzip auch auf das 1. Mai-Turnier in Klötze-Nord zu. Auch dieses werde von einer Privatperson veranstaltet. In diesem Fall ging es um einen Zuschuss von 100 Euro. Das Geld werde für die Pokale benötigt, erläuterte Klaus Ewertowski.

Nun kam es Punkt für Punkt zur Kampfabstimmung. Die von der CDU vorgeschlagenen 1500 Euro wurden mit nur drei Ja-Stimmen aus dieser Fraktion abgelehnt. Das Spargel- und Besenbinderfest bekommt also keinen Zuschuss. Das Mai-Turnier erhält hingegen 100 Euro. Mit sieben zu sechs Stimmen ging der Antrag knapp durch.

Der Karnevalsverein erhält wie von der CDU und vom Ortsbürgermeister vorgeschlagen 1 250 Euro. Die SPD-Fraktion hatte 1 500 Euro beantragt. Über diesen weitestgehenden Antrag der SPD wurde abgestimmt und abgelehnt.

Der Frauenchor erhält 200 Euro und damit die von der SPD vorgeschlagenen 50 Euro mehr als der Ortsbürgermeister empfohlen hatte. Die aufgestockten 500 Euro für den Reit- und Fahrverein passierten ohne Diskussion die Runde. Mit nur fünf Ja-Stimmen erhielten die von der CDU beantragten 500 Euro für den Schützenverein nicht die Mehrheit. Stattdessen bekommt der Verein 300 Euro, wie von der SPD-Fraktion beantragt. Der Ortsbürgermeister verzichtete aufgrund der beiden Fraktionsvorschläge auf seinen Vorschlag von 1 000 Euro. Zu einer knappen Entscheidung kam es auch beim Antrag für den Ortsanglerverein Purnitzgrund. Mit acht zu sechs Stimmen wurde der SPD-Antrag, 200 Euro, abgelehnt. Somit erhalten die Angler nur 160 Euro, wie von der CDU und vom Ortsbürgermeister vorgeschlagen.

Unterm Strich bleiben 450 Euro übrig, die noch nicht verteilt wurden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare