Noch kein E-Auto

Klötzer Verwaltung ist ohne Strom unterwegs

Eine E-Ladesäule an einer Wand
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2018 wurde die Ladesäule am Klötzer Rathaus installiert, inzwischen ist sie mangels E-Fahrzeug abgeschaltet.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Um Kosten zu sparen, soll die Klötzer Verwaltung E-Autos nutzen und öffentliche Gebäude für Fotovoltaik freigeben. Das regte Andreas Lenz im Stadtrat an.

Klötze – Weil es im Stadtrat immer wieder um das Thema geht, wie Kosten gespart werden können, hat sich auch Einwohner Andreas Lenz aus Quarnebeck Gedanken gemacht. Er hat in diesem Jahr mehrere Stadtrats- und Hauptausschusssitzungen besucht und trug seine Idee bei der letzten Stadtratssitzung des Jahres vor: Lenz berichtete, dass es für die Kommune, aber auch für Verwaltungsmitarbeiter Fördermittel gibt, wenn sie sich ein E-Auto anschaffen. Auch die Schaffung der Ladestruktur werde finanziell gefördert, wusste der Quarnebecker. Andreas Lenz erinnerte daran, dass am Rathaus 2018 eine Ladesäule installiert wurde. „Wird von der Stadt versucht, Kosten zu sparen, indem Elektroautos angeschafft werden?“, fragte er bei der Einwohnerfragestunde des Stadtrates. Außerdem wollte er wissen, ob die Stadt schon darüber nachgedacht hat, Fotovoltaikanlagen auf den öffentlichen Gebäuden zu installieren. „Warum werden die nicht genutzt?“, fragte der Einwohner weiter.

Akutell kein E-Auto vorgesehen

„Mit Fotovoltaik auf öffentlichen Flächen beschäftigen wir uns“, bestätigte Bürgermeister-Stellvertreter Matthias Reps. Die Suche nach möglichen Flächen sei federführend im Bauamt angesiedelt. Auch bei den Fahrzeugen der Stadt habe man sich Gedanken gemacht, „ob wir in den E-Bereich einstiegen“, teilte Matthias Reps weiter mit. Aktuell sei kein Fahrzeugkauf für die Verwaltung geplant, aber wenn es soweit sei, werde sicherlich genau überlegt, ob dies sinnvoll ist. Die Ladesäule, die seit April 2018 auf dem Hof des Rathauses installiert ist, ist derzeit abgeschaltet, teilte Matthias Reps im AZ-Gespräch weiter mit. Da die Stadt derzeit über kein Elektrofahrzeug verfügt, soll so verhindert werden, dass sie missbräuchlich genutzt wird, begründete er. Dafür werde innerhalb der Verwaltung aber der Aufbau weiterer freier Ladesäulen innerhalb der Einheitsgemeinde thematisiert. Dazu würden unter anderem Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt. Bei den Fahrzeugen, die von der Stadt angeschafft werden, ist vor allen Dingen das Thema Reichweite ein Punkt, der beachtet werden muss. 2018, als mit der Ladesäule für das Rathaus auch ein E-Auto probeweise genutzt werden konnte, war die Reichweite noch nicht so groß, dass zum Beispiel mit einer Ladung zu einem Termin in die Landeshauptstadt und zurück gefahren werden konnte. Bei Fahrzeugen, die nur für Stadtfahrten genutzt werden, sei E-Mobilität aber natürlich ein Thema, bekräftigte Matthias Reps. Der Dienstwagen, der von der Verwaltung aktuell genutzt wird, ist immerhin schon ein Hybrid, informierte er.

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