Doch wo bleibt das dazugehörige Wetter? / Der späte Winter vermiest vielen gehörig die Laune

Kaum zu glauben: Es ist Frühling

+
Klaus Richter sitzt auf 1000 Tomatenpflanzen. Das Einpflanzen der Nachtschatten-Gewächse im Gewächshaus des eigenen Gartens sei durchaus schon möglich. Angesichts des Wetters verspüren derzeit jedoch die wenigsten Kleingärtner Lust, aktiv zu werden.

Klötze. Stünde es nicht schwarz auf weiß im Kalender, würden es wohl die wenigsten glauben – doch am heutigen Mittwoch ist Frühlingsanfang, zumindest kalendarisch. Nachdem für die Meteorologen bereits am 1. März der Frühling angebrochen ist, ziehen nun die Astronomen nach.

Sie machen den Beginn der Jahreszeit an der Tag-und-Nacht-Gleiche fest und haben den Eintritt des Frühlings auf Punkt 12. 02 Uhr Mitteleuropäische Zeit berechnet. Doch es gibt noch einen dritten Frühlingsanfang – der phänologische. Dieser richtet sich nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen und scheint angesichts der derzeitigen Wetterlage mehr denn je weit entfernt zu sein.

Der späte Winter und der viele Schnee schlägt derzeit nicht nur vielen Sonnenhungrigen auf das Gemüt. Vor allem Unternehmen, die auf warme März-Temperaturen angewiesen sind, vermiest Väterchen Frost das Geschäft. „Als am Montag der Neuschnee kam, war ich richtig down“, gibt Klaus Richter, Inhaber des Gartenbau- und Blumencenters in Klötze, im AZ-Gespräch zu. Tausende Hornveilchen, Primeln, Stiefmütterchen und weitere eingetopfte Gartenblumen warten derzeit in den 2500 Quadratmeter großen Gewächshäusern am Kapellenberg vergeblich auf einen neuen Besitzer. Auch die ersten tausend Tomatenpflanzen könnten theoretisch bereits in den Boden. Doch die Gartenfreunde bleiben fern, verstecken sich doch ihre Parzellen unter einer dicken Schneeschicht.

Von Matthias Mittank und Monika Schmidt

Mehr dazu lesen sie in der Mittwochsausgabe der AMZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare