Ersatz-Busbahnhof in Klötze ist noch verbesserungsfähig

„Da kann man nur reinstolpern“

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Baucontainer bleibt Baucontainer: In der Ersatz-Wartehalle gibt es nicht nur keine Bank zum Hinsetzen, für Senioren fehlt zudem eine Rampe.

Klötze. Am kommenden Montag gibt es noch einmal eine Bauberatung am Klötzer Busbahnhof, anschließend sollen die Arbeiten starten. Bereits seit Mittwoch in dieser Woche wird der Busbahnhof von den Bussen nicht mehr angefahren.

Dass Fahrgäste darüber nur mangelhaft unterrichtet wurden, kritisierte Wolfgang Mosel am Abend im Stadtrat. Er hatte – als regelmäßiger Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs – den Praxistest gemacht und konnte den Stadträten berichten, dass es noch einiges zu verbessern gebe.

Die Ersatzhaltestellen sind an der Neustädter Straße eingerichtet. Da es aber außer kleinen Hinweisschildern an den Säulen des bisherigen Busbahnhofs keine weiteren Hinweise auf die Veränderungen gibt, fiel nicht allen Busnutzern auf Anhieb auf. Wer sich dann im Vollsprint auf den Weg zur Neustädter Straße machte, hatte seinen Anschluss meist verpasst.

Und auch an der Ersatzhaltestelle gibt es einiges zu verbessern, informierte Wolfgang Mosel. So stehen zwar – wie am alten Busbahnhof auch – vier Säulen, die die Haltestellen anzeigen, es wäre aber nicht klar, wo welcher Bus hält. „Das ist ein bisschen unübersichtlich“, stellte Wolfgang Mosel fest. Deshalb sollten die Haltestellen, wie am alten Busbahnhof auch, mit Ziffern von 1 bis 4 durchnummeriert werden, regte er an.

Durchgefallen ist bei seinem Praxistest der Baucontainer, der als Bushäuschen-Ersatz dient. Nicht nur, dass es im Innern keine Bank zum Hinsetzen für die Wartenden gibt, der hohe Absatz in den Container ist für Senioren mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen schlecht zu bewältigen. „Da kann man nur reinstolpern“, befürchtet der Kuseyer. „Es müsste eine kleine Rampe angesetzt werden“, regte er im Stadtrat an. Er bat die Verwaltung darum, die in der Praxis getesteten Punkte der Ersatzhaltestelle mit der PVGS zu klären.

Von Monika Schmidt

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