Kampf gegen den Schilderwald

Tempo 30 gilt in Klötze-Nord nur für Lkw.

Klötze - Von Monika Schmidt. Eine Diskussion aus der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates brachte Heiko Hutopp im Stadtrat an. Und zwar ging es ihm um die Verkehrsbeschränkungen in Klötze, von denen einige seiner Ansicht nach unnötig sind. Die Stadt sollte sich darum bemühen, die Beschränkungen aufzuheben, regte Heiko Hutopp an.

Am liebsten wäre es ihm, diese bei einem Ortstermin, wie er für die Hegeholzbrücke und den Köbbelitzer Weg angesetzt wurde, in Augenschein zu nehmen. Von einem Ortstermin für dieses Thema nahm Bürgermeister Matthias Mann Abstand. Es stehe jedem Stadtratsmitglied frei, sich die angesprochenen Hinweisschilder selbst bei einer Fahrt durch die Stadt anzusehen, erklärte er im Anschluss an die Sitzung in einem Pressegespräch. Extra Termine müssten dafür bei den Sitzungen nicht vereinbart werden. Stattdessen soll in Zukunft beispielsweise bei Baumaßnahmen mit moderner Technik in den Stadtratssitzungen gearbeitet werden. „Wir wollen die Maßnahmen visuell erfassen und dann mit dem Beamer für alle bei der Sitzung zeigen“, kündigte der Bürgermeister an.

Zwei Straßen mit Verkehrsbeschränkungen lagen Heiko Hutopp besonders am Herzen. So verwies er zum einen auf die Schützenstraße, bei der er Tempo 30 an einigen Stellen als überflüssig ansieht. Die zweite Beschilderung betraf Klötze-Nord. Dort dürfen nun Lkw nur noch 30 fahren. „Man muss immer die Gesamtinteressen abwägen“, erläuterte Matthias Mann. Er informierte, dass sich die Einwohner von Nord mit der Bitte um eine Geschwindigkeitsbeschränkung an die Stadt gewendet hatten, um die Lärmbelästigung im Ortsteil zu reduzieren. Die Stadt hatte den Landkreis als zuständige Verkehrsbehörde einbezogen, der einer Geschwindigkeitsreduzierung zustimmte. „Es kann aber nicht über Einzelfälle entschieden werden“, sagte Matthias Mann in Richtung Heiko Hutopp.

Die Geschwindigkeitsreduzierung in Klötze-Nord wurde unter anderem wegen des landwirtschaftlichen Verkehrs und der damit verbundenen Geräuschbelästigung von den Einwohnern gefordert. Dazu konnte Raimund Punke, Geschäftsführer der Milcherzeugergenossenschaft und Stadtrat, nur lapidar feststellen: „Jeder weiß, dass landwirtschaftliche Maschinen nur 25 km/h fahren dürfen und jetzt steht da Tempo 30 für Lkw.“

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