Avacon baut auch in Klötze aus / Kapazität erhöhen

Kabel gegen Netzkollaps

Die Mittelspannungskabel, die derzeit im Klötzer Stadtgebiet verlegt werden, sollen das Netz der Avacon besser vor Spannungsschwankungen schützen. Foto: Köhler

akö Klötze. Derzeit sind Arbeiter mit Erdarbeiten an der Poppauer Straße beschäftigt. Eine regionale Firma ist im Auftrag der Eon-Avacon dabei, Kabel im Erdreich zu verlegen.

Die im Fachjargon Mittelspannungskabel genannten Leitungen werden vom Umspannwerk Kunrau bis zur Transformatorstation im Wohngebiet Klötze Nord führen.

Wie Christina Schulz von der Avacon berichtet, sollen die Arbeiten zwar in diesem Jahr abgeschlossen werden. „Doch im neuen Jahr geht es dann weiter“, so Christina Schulz. Denn es liegt noch eine Menge Arbeit an: 95 Kilometer des Mittelspannungskabels sollen schlussendlich verlegt sein. Das Kabel wird eine Spannung von 20 Kilovolt transportieren. Die Arbeiten wurden notwendig, da die Avacon ihr Netz optimieren will – und auch muss. Denn durch die eher zunehmende dezentrale Versorgung durch erneuerbare Energien wird das Netz unregelmäßig belastet. Dem muss der Energieversorger Rechnung tragen. Daher sollen die Netze verstärkt werden. Leistungsüberlastungen und ein immer möglicher Ausfall der Windenergieleistung kann zum Stabilitätsverlust des Netzes führen.

Auch sollen im Raum Klötze mit dieser Maßnahme die Freileitungen abgebaut und unterirdisch geführt werden. Im vergangenen Winter waren Freileitungen, die durch umgestürzte Bäume gekappt wurden, Grund für einen Stromausfall um Weihnachten herum.

„Die Mittelspannungskabel werden eine höhere Aufnahmekapazität haben, das ist ein weiterer Pluspunkt“, zählt Christina Schulz die Hintergründe für die Baumaßnahme auf. Die Kosten für die Kabelverlegung trägt der Energieversorger. Die Eon-Avacon versorgt in Sachsen-Anhalt ein Gebiet von 635 Kilometern. Darauf laufen Freileitungen von 3 543 Kilometer Länge, die Kabellänge für die Mittelspannungsleitungen beträgt 3 972 Kilometer.

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