Zu alt für den Junior-Ranger: Jugendliche setzen im Naturpark Drömling eigene Umweltprojekte um

„Wir machen Naturschutz“

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Christian Drüsedau, Niclas Krümmling, Maurice Jeremias und Claudia Klengler (v.l.) gehören zu den acht Jugendlichen, die sich einem eigenen Naturschutzprojekt widmen wollen.

Oebisfelde. „Wir machen Naturschutz“, so heißt das bundesweite Projekt, das die Naturparkverwaltung Drömling mit ihren Junior-Rangern am Wochenende startete. Unterstützt werden sie bei diesem Vorhaben von Europarc Deutschland, dem Dachverband der Naturparks, Biospärenreservate und deutschen Nationalparks.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Naturpark Drömling an einer Ausschreibung des World Wide Fund For Nature (WWF) teilgenommen und 5000 Euro gewonnen. „Dieses Geld wollen wir nun für Arbeits- und Anschauungsmaterialien, das Anfertigen von Dokumentationen, Schautafeln und anderes verwenden“, sagt Sabine Wieter, Mitarbeiterin der Naturparkverwaltung.

Ziel ist es, die etwas älteren Mädchen und Jungen, die sich schon seit ihrer Kindheit mit dem Naturschutz beschäftigen und immer noch mit viel Ideen, Spaß und Freude bei der Sache sind, bei der Entwicklung zu dem Ehrenamt „Freiwillige in Parks“ zu begleiten.

„Ab einem gewissen Alter sind sie den Schuhen der Junior-Ranger entwachsen. Wir wollen sie jetzt dabei unterstützen, ihre eigenen Projekte und Vorstellungen zu verwirklichen“, so Wieter. Dazu könnten kleine Führungen oder Vorträge, Unterstützung bei der Naturschutzarbeit in den Kindertagesstätten, das Anfertigen von Schautafeln und Prospekten oder auch Untersuchungen in verschiedenen ökologischen Bereichen gehören.

Im Naturpark Drömling haben sich mit Maurice Jeremias, Niclas Krümmling, Christian Drüsedau, Ronja Weiß, Alessa Zinn, Lisa Scholz, Claudia Klengler und Leon Jeremias acht Jugendliche gefunden, die ihre eigenen Vorstellungen in beispielhafte Projekte einbringen wollen.

Maurice (17 Jahre) möchte zum Beispiel im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig werden, während Christian (12) in Seggerde einen Krötenzaun aufstellen und das Verhalten dieser Tiere kontrollieren will. Niclas äußert die Absicht, Schwarzstörche und Eulen zu beobachten. Lisa möchte sich bedrohten Tierarten widmen und Claudia auf dem Gebiet der Kartierung aktiv werden. Leon hat die Absicht, in der Kindertagesstätte Rätzlingen gemeinsam mit den Kleinen ein Umweltprojekt zu erarbeiten.

Alessa und Ronja waren bereits in der vergangenen Woche in der Kita Wegenstedt mit einem Bildungsprojekt aktiv. Sabine Wieter zeigt sich begeistert: „Das haben sie in Eigenregie ganz toll gemeistert.“ Alle Projekte befinden sich in der Anfangsphase und sollen bis Oktober realisiert werden. Die Naturpark-Mitarbeiterin: „Die Jugendlichen werden ihre Erfahrungen festhalten und alle Ergebnisse dokumentieren.“

Von Renate Heinze

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