Feuerwehr Röwitz: Denny Dörwald neuer Chef / Jörg Dörwald befördert

Junior löst „Jockel“ ab

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Mit Präsentkörben bedankten sich die Röwitzer Feuerwehrmitglieder bei ihren ehemaligen Wehrleitern Jörg Dörwald (2005 bis 2017 / v. l.) und Hartmut Kalitzki (1990 bis 2004) für zusammen 27 Jahre an der Spitze der Wehr. 

Röwitz. Das Amt des Röwitzer Wehrleiters bleibt in der Familie.

Während für Jörg Dörwald – bei vielen auch als „Jockel“ bekannt – die Amtszeit nach zwölf Jahren endete, wurde Sohn Denny Dörwald im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Röwitzer Wehr am Sonnabend einstimmig zum neuen Wehrchef gewählt. Der 28-Jährige bedankte sich in seiner Begrüßungsrede nicht nur für das Vertrauen. Er strebe, wie er ankündigte, zudem an, dass es künftig wieder etwa 20 aktive Einsatzkräfte in der Wehr gibt – das entspräche etwa zehn Prozent der Bevölkerung.

Nach zwei Legislaturperioden konnte sich Jörg Dörwald neben Blumen und Dankesworten auch über die Beförderung zum Brandmeister durch Stadtwehrleiter Jan-Christian Jakobs freuen. Diese tritt, da Wehrmitglieder nur einmal innerhalb eines Jahres befördert werden dürfen, erst in einigen Tagen in Kraft. Sein Dank galt allen, die ihn in den Jahren als Wehrleiter unterstützt haben, besonders seinem Vorgänger Hartmut Kalitzki, seinem Stellvertreter Lars Fischer sowie der Partnerwehr Vollbüttel.

Zuvor hatte Jörg Dörwald ein letztes Mal den Bericht der Wehrleitung gegeben. So wurde die Wehr 2016 dreimal alarmiert. Bei jedem dieser drei Einsätze galt es umgekippte Bäume von der L 22 zu räumen. Was die Beteiligung an Ausbildung und Diensten betrifft, sei diese bis Mitte des Jahres gut gewesen, danach habe sie rapide nachgelassen, bemängelte Jörg Dörwald.

Neben den Kernaufgaben organisierten die Wehrmitglieder das Osterfeuer, das Aufstellen des Maibaums sowie das Boßelturnier, das erstmals mit dem Grünkohlessen verbunden wurde und mit 70 Teilnehmern beim Boßeln sowie 105 beim Essen sehr gut besucht waren. Weitere 101 Gäste konnten beim Pellkartoffelessen begrüßt werden. Die Termine für dieses Jahr stehen bereits fest. So soll am 18. März geboßelt und Grünkohl gegessen werden. Das Osterfeuer wird am 15. April entfacht.

Vor seiner Wahl gab Denny Dörwald noch den Bericht des Gerätewartes. Er konnte verkünden, dass sich vieles zum Guten gewendet habe. So gibt es jetzt für alle Aktiven passende Einsatzbekleidung, das Fahrzeug hat neue Bereifung bekommen und eine neue Kettensäge gab es ebenfalls für die Wehr. Das Fahrzeug und die Technik seien gut in Schuss.

Große Sorgen bereitet den Röwitzern – dem stimmten auch die anwesenden Kameraden aus Neuferchau und Kusey zu – die Situation im Kuseyer Gewerbegebiet. Dort entstünden immer mehr Betriebe, was im Ernstfall dazu führen könnte, dass die Wasserversorgung nicht mehr gewährleistet sei. Da müsse unbedingt etwas passieren.

Hartmut Kalitzki – von Anfang 1990 bis Ende 2004 Wehrleiter in Röwitz – interessierte, wieso es nur noch 14 Aktive in den Reihen der Röwitzer Wehr geben würde. Seiner Meinung nach wären doch noch einige mehr mit dabei. Als neuer Wehrleiter konnte Denny Dörwald diese Frage beantworten: „Wer die geforderten 40 Stunden Ausbildung im Jahr nicht absolviert hat, wird automatisch nicht mehr als aktiver Kamerad geführt.“

Der Röwitzer Wehr gehören derzeit 32 Mitglieder an. Darunter 14 Aktive (eine Frau und 13 Männer) sowie 18 Passive (zehn Frauen und acht Männer). Wie Jörg Dörwald betonte, sei das eine nicht hinnehmbare Situation. Es werden händeringend noch Aktive gesucht. Zudem sollten die Passiven im entsprechenden Alter überdenken, vielleicht doch aktiv zu werden.

Von Wolfram Weber

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