Jugendgruppen engagieren sich

Veranstaltungen, wie das Salad Bowl-Konzert im Januar im evangelischen Landjugendzentrum in Kusey, sind eine Möglichkeit für Jugendliche, sich gegen extremistische Gewalt auszusprechen. Diese Angebote werden auch von der Stadt Klötze begrüßt.

Klötze - Von Monika Schmidt. Zum ersten Mal als Bürgermeister lud Matthias Mann am Dienstagnachmittag zum Runden Tisch gegen Rechts ins Klötzer Rathaus ein.

Eine Initiative, die bereits in der Vergangenheit von der VG Klötze ausging. Vertreter des Vereins Miteinander, der Arbeiterwohlfahrt, der Opferberatungsstelle und der Polizei folgten der Einladung. Außerdem waren der neue Schulsozialarbeiter Harald Lotsch, der Quarnebecker Ortsbürgermeister Marco Wille und zwei Jugendliche mit dabei, die sich für die verschiedenen Konzertinitiativen in der Region engagieren.

„Die Statistik sagt aus, dass die Zahl der politisch motivierten Straftaten in Klötze rückläufig ist“, informierte der Klötzer Bürgermeister im Anschluss an die Gesprächsrunde. So habe es seit dem Aufbau der Videoüberwachung keine Vorkommnisse mehr gegeben. Auch die Zahl der Aufkleber- und Plakataktionen im Stadtgebiet sei zurückgegangen, wertete er weiter. Rechtzeitig vor dem Besuch der polnischen Schüler in Klötze seien auch die Schmierereien an der Sekundarschule entfernt worden. „Das hätte keinen guten Eindruck gemacht“, bedankte sich der Bürgermeister beim Kreis für das Entfernen. Trotz dieser Vielzahl positiver Ergebnisse könne jedoch keine Entwarnung gegeben werden, betonte Matthias Mann weiter. Die Stadtverwaltung sei sehr aufmerksam, versicherte er.

Sehr begrüßt hat der Klötzer Bürgermeister Initiativen der Gruppe Roq keeps equality aus Quarnebeck, die auch an diesem Wochenende wieder ein Konzert organisiert haben. Parallel dazu hat sich in Ristedt ein Verein gebildet, die Junge Gemeinschaft Altmark. Dieser Verein unter Vorsitz von Christoph Treichel wird im August ebenfalls ein Konzert gegen Gewalt und Extremismus organisieren, informierte der Bürgermeister. „Das ist eine gemischte Jugendgruppe mit Mitgliedern aus Ristedt, Kunrau, Trippigleben und anderen Orten der Region“, erläuterte Matthias Mann über den neuen Verein. Sein Anliegen ist es, überregionale Jugendarbeit zu machen. Dazu ist als Erstes am 14. August ein Konzert mit mehreren Bands geplant. Wie in Quarnebeck wird auch der Ristedter Verein vom gesamten Ort unterstützt, so sind die Feuerwehr und der Chor mit eingebunden. „Ich begrüße das sehr, vor allem, weil über die Ortsgrenzen hinweg gearbeitet wird“, sagte Matthias Mann. Der Einheitsgemeinde sei es nicht möglich, in jedem Ort einen betreuten Jugendklub bereit zu stellen. Deshalb sei es gut, wenn die Jugendlichen durch solche Initiativen die Aufgaben selbst übernehmen würden, freute sich der Bürgermeister. Vom Anspruchsdenken von vor einigen Jahren, dass jeder Ort einen Klub mit mindestens einem festen Betreuer haben müsse, sei zum Glück auch bei den Einwohnern längst abgerückt worden. Nur über freiwillige Initiativen könne die Jugendarbeit geleistet werden, betonte Matthias Mann. Deshalb sei es sehr lobenswert, wenn sich solche Vereine wie in Ristedt bilden. „Das kann man gar nicht genug loben“, erklärte der Bürgermeister. Die Vereinsmitglieder würden sehr wohl wissen, dass und welche Pflichten sie haben, unterstrich Ordnungsamtsleiterin Kathrin Wißwedel. Die Stadt werde für die Organisation des ersten Konzerts Hilfestellungen geben, zum Beispiel den Kontakt zu Polizei und Sicherheitsdiensten herstellen und erklären, welche Anträge wo gestellt werden müssen. „Es geht nicht ums Geld, sondern um die ideelle Unterstützung“, ergänzte Matthias Mann. Es sei sehr schön, wenn über Vereine wie in Ristedt Kulturveranstaltungen und anderes in den Orten der Einheitsgemeinde auf den Weg gebracht werden können.

Verständigt haben sich die Teilnehmer des Runden Tisches darauf, künftig zweimal im Jahr zusammenzukommen. Das nächste Treffen soll vor dem Martinimarkt und dem Volkstrauertag stattfinden.

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