Zinnbergschule soll ab Juli Grundschüler beherbergen

Jübarer kommen nach Klötze

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Die leer stehende Zinnbergschule in Klötze soll für ein Jahr ab Juli 2020 das Ausweichquartier für die Jübarer Grundschule werden. Verbandsgemeinde und Altmarkkreis schließen dafür einen Nutzungsvertrag.

Klötze / Jübar – Die Jübarer Grundschule soll im kommenden Schuljahr saniert werden.

Damit die Schüler und Lehrer in dieser Zeit nicht unter dem Baulärm leiden müssen, wurde vom Träger, der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, überlegt, mit der kompletten Schule umzuziehen. Bei den Nachbarn der Beetzendorfer Grundschule, die ebenfalls in Trägerschaft der Verbandsgemeinde ist, hatte das sehr gut funktioniert: Die komplette Schule war für ein Schuljahr nach Kunrau umgesiedelt.

Auch die Jübarer Grundschule sucht für ein Schuljahr ein Ausweichquartier. Dieses sollen Schüler und Lehrkräfte in der Klötzer Zinnbergschule finden. Die frühere LB-Schule in Klötze hatte schon der Beetzendorfer Sekundarschule vor zwei Jahren als Ausweichquartier gedient. Nun sollen die Jübarer Grundschüler dort auf drei Etagen unterrichtet werden. Die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf möchte das Erdgeschoss sowie das erste und zweite Obergeschoss für den Grundschulbetrieb und den Hort nutzen, informierte Ivonne Ritter-Findeisen vom Altmarkkreis auf AZ-Anfrage. Geplant ist eine Nutzung der Klötzer Räumlichkeiten, die dem Altmarkkreis gehören, für die Zeit vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Juli 2021. Seit dem Auszug der Beetzendorfer Sekundarschule steht die Zinnbergschule, die zwischen den beiden sanierten Gebäuden der Klötzer Purnitzgrundschule und der Klötzer Sekundarschule als grauer Fleck steht, wieder leer.

Ein Umzug der Jübarer Grundschule nach Kunrau war ebenfalls eine Überlegung der Träger. In Kunrau waren bereits für Beetzendorfer Grundschüler die Räumlichkeiten hergerichtet worden. Diese Idee kann aber nicht realisiert werden. Grund ist der Busverkehr. Damit die Schulbusse pünktlich in Kunrau ankommen, müssten sie von Jübar über das Gebiet Brome in Niedersachsen nach Kunrau fahren. Länderübergreifend ist der Busverkehr aber nicht zulässig. Der weitere Weg von Jübar über Klötze nach Kunrau bringt den gesamten Busverkehr des Kreises durcheinander. Deshalb wurde die Variante mit der Nutzung der Klötzer Sekundarschule ins Spiel gebracht.

Die Stadt Klötze ist über die neue Nutzung der Zinnbergschule noch nicht informiert, wie Bürgermeister Uwe Bartels im AZ-Gespräch informierte. „Ich habe davon keine Kenntnis“, antwortete er.

VON MONIKA SCHMIDT

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