Grundschüler kommen jeden Tag mit dem Bus

Jübarer haben sich super in Klötze eingelebt

Kinder mit Masken stehen auf dem Schulhof in Klötze.
+
Jeden Mittag warten die Jübarer Grundschule in Klötze auf den Bus, der sie wieder nach Hause bringt.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
    schließen

Für ein Schuljahr sind die Jübarer Grundschüler nach Klötze umgezogen. Nach einem halben Jahr zieht Schulleiterin Adina Borchert eine positive Bilanz, auch wenn es wegen der Corona-Beschränkungen insgesamt ein besonderes Schuljahr ist.

Klötze - Von Meike Schulze-Wührl

Nicht nur wegen der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns ist derzeit für die Mädchen und Jungen der Grundschule Jübar alles anders. Weil ihr Schulhaus umgebaut wird, werden sie im Schuljahr 2020/2021 in Klötze in der Zinnbergschule unterrichtet. Zwischenbilanz nach einem halben Jahr: „Es gefällt uns hier, wir haben uns super eingelebt“, sagt Schulrektorin Adina Borchert.

Die größte Umstellung für die 82 Kinder ist, dass sie jeden Morgen und mittags ziemlich lange im Bus unterwegs sind. Mit zwei Bussen werden die Kinder morgens ab 7 Uhr in ihren Orten abgeholt. 13.15 Uhr geht es dann zurück in die Heimatorte, wie bei der Hinfahrt begleitet von Pädagogen. „Anfangs überwog vor allem bei den Eltern die Sekpsis, da es keine anderen Fahrtmöglichkeiten gab. Aber es läuft wirklich super. Die Kinder empfinden Bus fahren als etwas Schönes“, hat die Schulleiterin festgestellt. Die Bedenken der Eltern hätten sich weitestgehend gelegt.

Um bei den gegebenen Busfahrtzeiten das Soll von mindestens fünf Unterrichtsstunden täglich zu gewährleisten, wird nach der ersten 55-Minuten-Einheit in zwei größeren Blöcken unterrichtet. Vor jedem Block gibt es eine 20 minütige Hofpause. Die Beschulung während des Lockdowns habe Schülern, Eltern und Lehrern eine Menge abverlangt. „Insgesamt haben wir die Zeit aber gemeistert“, schätzt die Schulleiterin ein. Unter anderem deshalb, weil Eltern nach den ersten Schulschließung im Frühjahr 2020 bei Umfragen der Aktion „Schulerfolg gemeinsam sichern“ mitgemacht und von ihren Erfahrungen berichtet haben. „Der Tenor war, dass sich die Eltern mehr Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern gewünscht hätten. Diesen Kritikpunkt haben wir sehr ernst genommen und es dieses Mal anders gemacht. Dafür gab es jetzt viel positive Resonanz“, erklärt Adina Borchert.

Empfehlung für die Schul-App

Den Kindern unter den gegeben Umständen eine bestmögliche Beschulung zu ermöglichen, sei Mithilfe der Lernplattform „Schoolfox“ gelungen. „Die App ist zwar kostenpflichtig, aus eigener Erfahrung kann ich sie aber allen Schulen nur empfehlen. Die Kommunikation und Videokonferenzen, ob mit Schülern oder unter den Kollegen, klappt damit einfach und problemlos.“ Auch jetzt, da jeden Freitag die Eltern befragt werden müssen, ob ihre Kinder in der nächsten Woche zur Schule kommen, werde die Plattform genutzt. „Das spart unheimlich viel Bürokratie und Papier“, hat Adina Borchert festgestellt – und bedankt sich „bei allen Eltern und Kollegen, dass sie sich so gut auf die neuen Medien eingelassen und Videounterricht gestaltet haben“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare