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Jaguarbahn bleibt der Volksfest-Klassiker

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Von: Monika Schmidt

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ein katholischer Pfarrer weiht ein Fahrgeschäft
Schausteller-Pfarrer Sascha Ellinghaus aus Bonn weihte vor Beginn des Klötzer Martinimarktes die Jaguarbahn und ihren neuen Besitzer Maximilian Müller. © Monika Schmidt

Donnerstag, 20. Oktober, um 17 Uhr: Der Startschuss für den Klötzer Martinimarkt fällt. Nach zweijähriger Pause kann das größte Innenstadtfest der Altmark endlich wieder gefeiert werden. Vor der Eröffnung wurde die Jaguarbahn geweiht, da sie einen neuen Besitzer hat.

Klötze – Wer aus Schwiesau, Kusey, Beetzendorf oder Immekath nach Klötze einfährt, sieht es schon von Weitem: Riesenrad und der große weiße Ballon am Kran weisen darauf hin, dass in Klötze wieder Martinimarkt ist. Auch wenn in diesem Jahr nicht alle bekannten Geschäfte dabei sein können, hofft die Stadt Klötze als Veranstalter doch, mit 87 Schau- und Fahrgeschäften einen attraktiven Rummel zusammengestellt zu haben. Neu ist in diesem Jahr, nach zwei Jahren Coronapause, das Eröffnungsprogramm, das am Donnerstag um 15.30 Uhr auf der Bühne an der Neustädter Straße gezeigt wird. Denn statt der Show „Klötze sucht den Superstar“ gibt es einen Auftritt der Kita Zinnbergzwerge sowie von Josefine Lemke und Diana Altenburg, den „Glamour-Girls“. Nicht fehlen darf beim Martinimarkt die Jaguarbahn, die am Ende der Kirchstraße ihren festen Standort hat. Dort gibt es in diesem Jahr eine Veränderung: Betreiber Jochen Neutsch und seine Frau Renate haben nach 30 Jahren ihr Fahrgeschäft an die Familie von Maximilian Müller übergeben. Mit dem Segen von Schausteller-Pfarrer Sascha Ellinghaus, der das Fahrgeschäft für seinen neuen Besitzer weihte, wurde am Mittwochabend die Übergabe offiziell vollzogen. „Die Jaguarbahn ist ein Evergreen, ein Erfolgsschlager. Auch wenn sie inzwischen schon älter ist, ist sie immer noch gepflegt und beliebt“, stellte Sascha Ellinghaus fest. Er lobte den Mut von Max Müller, das Fahrgeschäft zu übernehmen. „Es ist eine aufstrebende Familie mit viel Perspektive, um Volksfeste zu beleben“, schätzte der Schausteller-Pfarrer ein. Max Müller freute sich über die herzliche Begrüßung in Klötze. „Ich bin toll angekommen“, stellte er fest. Beim Aufbau kam gefühlt jeder dritte Passant zu dem bekannten Jochen Neutsch, um ihn zu begrüßen. „Und wer bist du?“, war die Frage an den neuen Besitzer der Jaguarbahn. „Hallo Max“, wurde dieser nach der Vorstellung sofort freundlich und unkompliziert aufgenommen. „Die Jaguarbahn ist ein Klassiker, der auf keinem Volksfest fehlen darf.“ Davon ist nicht nur der Schausteller-Pfarrer überzeugt. Auch auf dem Klötzer Martinimarkt ist das Fahrgeschäft eine feste Größe. Stellvertretend für die Stadt bedankte sich bei der feierlichen Fahrgeschäft-Weihe Gordon Strathausen bei Jochen Neutsch für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit. Er war stets als Bindeglied zwischen den Schaustellern und der Verwaltung ein Ansprechpartner bei allen Fragen rund um den Rummel. Gemeinsam mit Stadtratsvorsitzendem Klaus Ewer-towski schnitt der Bürgermeister-Stellvertreter symbolisch ein rotes Band durch: „Das ist eine Dauerfahrerlaubnis“, versicherte Max Müller mit einem Schmunzeln.  

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