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„Irgendwie geht es immer weiter“

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Viele Veranstaltungen in der evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) werden mit ehrenamtlichen Helfern umgesetzt. So auch die Kleiderbörse am Sonnabend, bei der wieder reger Andrang herrschte. „Aber ganz ohne festes Personal geht es nicht“, sagt EFA-Leiterin Thekla Putzke. Nachdem das Land keine Zuschüsse mehr leisten will, muss die Finanzierung für 2014 überarbeitet werden.
Viele Veranstaltungen in der evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) werden mit ehrenamtlichen Helfern umgesetzt. So auch die Kleiderbörse am Sonnabend, bei der wieder reger Andrang herrschte. „Aber ganz ohne festes Personal geht es nicht“, sagt EFA-Leiterin Thekla Putzke. Nachdem das Land keine Zuschüsse mehr leisten will, muss die Finanzierung für 2014 überarbeitet werden. © W. Weber

Klötze. „Dass wir nun gar kein Geld vom Land bekommen sollen, das war schon ein Schock.

“ Thekla Putzke, Leiterin der evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) in Klötze, hat mit Erschrecken zur Kenntnis genommen, dass die Sozialpauschale des Landes ersatzlos gestrichen werden soll. Die Klötzer Einrichtung und der Familienhof in Salzwedel werden damit im kommenden Jahr keine Landesmittel mehr bekommen (AZ berichtete).

Damit hatte das Team in Klötze so nicht gerechnet. Ursprünglich hatte das Land angekündigt, die Pauschale nicht mehr direkt an die Einrichtungen, sondern gebündelt an die Kreise auszuzahlen. Nun wurden die Familienbildungsstätten informiert, dass es gar keine Landesmittel mehr geben soll. „Es entscheidet sich aber erst im Dezember endgültig“, bleibt Thekla Putzke trotzdem noch etwas Hoffnung. Für die Planung der Angebote im kommenden Jahr ist das aber ziemlich spät. Ohne konkrete Aussagen über die künftige Finanzierung kann die Einrichtung ihre Angebote nicht planen.

Ganz ohne Unterstützung steht die Klötzer Familienbildungsstätte aber selbst im schlimmsten Fall nicht da. Während sich die EFA-Leiterin in der vergangenen Woche noch um einen Termin bei Bürgermeister Matthias Mann bemühte, um über die Finanzierung zu sprechen, wurde der Bürgermeister selbst aktiv und hakte im Kreisausschuss nach. Sowohl die Stadt als auch der Altmarkkreis stehen zu der Einrichtung, hatte Landrat Michael Ziche betont. „Irgendwie geht es immer weiter“, ist sich Thekla Putzke sicher. Die derzeitige Ungewissheit belaste aber trotzdem. „Wir müssen jetzt den Antrag an die Stadt stellen für den nächsten Haushalt und ich weiß nicht, was ich da reinschreiben soll“, erklärt die EFA-Leiterin. Deshalb möchte sie sowohl mit der Stadt als auch mit dem Kreis Gespräche führen. „Wir versuchen, die Arbeit wie bisher weiterzuführen“, kündigt die EFA-Leiterin an. Das ist nicht leicht, denn die fehlenden Landesmittel wurden vor allem für die Personalkosten eingesetzt. Mögliche Sponsoren lassen sich da wohl nicht finden. „Sachleistungen, dafür findet sich schnell Unterstützung“, erinnert sich Thekla Putzke beispielsweise an die Sammlung für das große Kletterschiff auf dem EFA-Spielplatz. Aber Personalkosten werde wohl niemand sponsern, vermutet sie. Trotzdem: Schließen muss die EFA nicht, das hat auch Pfarrer Johannes-Michael Bönecke als Träger immer wieder versichert. Nur wie das Angebot im kommenden Jahr aussehen wird, steht derzeit noch in den Sternen. Bei vielen Aktivitäten, wie auch der Kleiderbörse am Sonnabend, setzt die EFA auf ehrenamtliche Helfer, die mitwirken, „Aber ganz ohne festes Personal geht es halt nicht“, so Thekla Putzke.

Von Monika Schmidt

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