Teamer stellten beim Gottesdienst in der Klötzer Kirche vier Episoden von König David vor

Die innere Stärke selbst erfahren

In einem Rollenspiel setzte sich die Gruppe von Alexander Kleine (Mitte) mit dem Thema Freundschaft auseinander, weil Davids Freund Jonathan dem späteren König zur Flucht verhilft. Fotos (2): Schmidt

Klötze. Drei Tage arbeiteten die jugendlichen Teamer aus dem Kirchenkreis intensiv an der biblischen Geschichte von König David (wir berichteten).

Vier Episoden stellten die 25 Jugendlichen gemeinsam mit den Gemeindepädagoginnen Christel Backs-Pacholik und Claudia Dennhof beim Gottesdienst am Sonntag in der Klötzer Kirche vor. Zahlreiche Eltern waren gekommen, um sich anzusehen, was ihre Kinder am Wochen-ende erlebt hatten. Die Teamer lernten, eine Bibelgeschichte richtig vorzulesen und daraus Basteleien, Rollenspiele, kreative Angebote und Gedankenspiele für die Arbeit mit Kindern selbst zu entwickeln. „Sich selbst erproben“, das war das Ziel des Teamer-Wochenendes, erklärte Kirchenkreisreferentin Christel Backs-Pacholik. Die Jugendlichen lernten, was sie stark macht. Und erfuhren, dass es schon in der Bibel Geschichten gibt, die Menschen stark gemacht haben.

Die Erlebnisse von König David wurden in vier Kapitel unterteilt, die im Gottesdienst jeweils von einer Gruppe von Teamern vorgestellt wurden. Die erste Gruppe beschäftigte sich mit der Frage, wie es sich anfühlt, von Gott erwählt zu werden, wie es David, dem jüngsten Sohn eines Hirten, geschieht, Wo müssen Jugendliche Verantwortung übernehmen?, war eine Frage, die bearbeitet wurde. Als Klassensprecher oder auch in der Rolle als Teamer, lauteten die Ergebnisse. Die Besucher des Gottesdienstes probierten selbst aus, wie es sich anfühlt, einzigartig und etwas ganz Besonderes zu sein.

Die zweite Gruppe der Teamer erzählte die Geschichte von David, der gegen den Riesen Goliath kämpft und diesen mit einer Steinschleuder außer Gefecht setzt. Dazu hatten die Jugendlichen einen Goliath aus Pappe gebaut. Diesem zu Füße legten die Gottesdienstbesucher Zettel, auf denen sie übermächtige Bedrohungen aufgeschrieben hatten, die sie selbst erlebten. Die Bandbreite war groß: Die Angst vor Prüfungen, vor der Übermacht der Lehrer und vor Operationen, bei denen man der ärztlichen Kunst hilflos ausgeliefert ist, wurden unter anderem genannt.

Die dritte Geschichte beschäftigte sich mit einer Freundschaft fürs Leben, die David und Jonathan, der Sohn König Sauls, schlossen. Als der König David töten lassen will, verhilft ihm sein Freund zur Flucht. Die Freundschaft als wichtigstes Gut bietet Sicherheit, beschützt, macht stark und sorglos, hatten die Teamer zu diesem Thema erarbeitet.

Die vierte Geschichte schließlich beschäftigte sich mit dem Zusammentreffen von David und König Saul. David lässt die Gelegenheit aus, Saul zu töten, sondern schneidet ihm nur ein Stück seines Mantels ab. Es könne nicht seinen König töten, dessen Diener er sei, erklärt David. Diese innere Stärke sollte das Teamer-Wochenende auch den Jugendlichen mitgeben, die ab Sommer die Ferienfreizeiten des Kirchenkreises als Betreuer und Verantwortliche mit begleiten werden, so der Wunsch der Gemeindepädagoginnen.

Von Monika Schmidt

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