Stahlknecht auf Stippvisite

Innenminister beeindruckt von Immekather Feuerwehr

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Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (Mitte) ließ sich gestern von Immekaths Wehrleiter Uwe Randau durch das Gerätehaus führen. Die Idee für das Gespräch mit Kommunalpolitikern sowie Vertretern von Feuerwehr und Polizei in der Gaststätte „Zu den Linden“ hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Harms aus Klötze (r.). Die Gesprächsthemen reichten von Asyl bis Wolf.

Immekath. Auf Stippvisite in Immekath zeigte sich während seiner Sommertour gestern Innenminister Holger Stahlknecht beeindruckt von der örtlichen Feuerwehr.

Ja, es gibt sie noch – die grünen Polizeiautos. Einen dieser Raritäten fuhr der Klötzer Regionalbereichsbeamte Michael Pleuß (r.) beim Besuch des Innenministers (l.) vor.

Angesichts der Zahlen zum Ausbildungsstand, die Wehrleiter Uwe Randau vortrug, hatte der Minister auch allen Grund dazu. So befänden sich unter den derzeit 30 aktiven Mitgliedern, die alle die Truppmann-Ausbildung in der Tasche haben, 14 Trupp-, fünf Gruppen- und zwei Zugführer sowie zwölf Atemschutzgeräteträger und neun Maschinisten. 14-tägig, so Uwe Randau, gebe es Ausbildungen, zu denen jeweils etwa die Hälfte der Aktiven erscheint. Ein anerkennendes „Respekt“ gab es vom Innenminister, der während der Besichtigung des Gerätehauses auch über den gut gepflegten Fahrzeug- und Ausrüstungsbestand ins Staunen geriet.

Der Wehrleiter nannte aber auch Probleme. Im Fall Immekaths sei das die schwache Einsatzbereitschaft zwischen 15 und 16 Uhr. Dann sei Schichtwechsel bei VW. Dass die Wehr nicht ausrücken könne, das habe es bei den jährlich durchschnittlich 18 Einsätzen jedoch noch nie gegeben. Ebenfalls nicht unproblematisch seien die lichter werdenden Reihen im Nachwuchsbereich. Durch „Quereinsteiger“ im mittzwanziger Bereich, so Randau, hatte die Immekather Wehr zuletzt jedoch immer wieder neue Aktive in ihrer Mitte begrüßen können.

Klötzes Bürgermeister Matthias Mann nutzte die Gelegenheit ein weiteres Defizit anzusprechen, das eventuell das Land beseitigen könnte. Demnach sei es bei manch einem aktiven Wehrmitglied nach einer Ausbildung nicht möglich, diesen zu befördern, da die entsprechende Planstelle fehle. „Das wäre ein Stück Motivation und Anerkennung“, gab Mann zu bedenken. Zudem würde eine Beförderung „nichts kosten“, im Gegensatz zu einer Berufsfeuerwehr, ergänzte Randau. Der Innenminister nahm die Anregung auf und sicherte zu, sich die Laufbahnverordnung unter diesem Blickwinkel ansehen zu wollen.

Von Matthias Mittank

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