Innen umgestalten, nicht anbauen

Wenn die Empore in der Trauerhalle abgebaut wird, könnten einige Sitzreihen mehr gestellt werden, stellten die Ortschaftsratsmitglieder vor Ort fest.

Klötze - Von Monika Schmidt. „Wir müssen uns darauf verständigen, was wir dem Stadtrat empfehlen wollen“, erklärte Ortsbürgermeister Klaus Ewertowski am Donnerstag den Mitgliedern des Klötzer Ortschaftsrates. Thema war die Umgestaltung der Trauerhalle. Die Mittel für einen Anbau an die Trauerhalle auf dem Neustädter Friedhof seien im Haushalt 2010 geparkt. Auf eine Übernahme der Mittel ins nächste Jahr wollte sich der Ortschaftsrat aber sicherheitshalber nicht verlassen. Deshalb soll noch in diesem Jahr eine Entscheidung getroffen und umgesetzt werden.

Das stellte sich aber als gar nicht so einfach heraus. Die Verwaltung hatte zwei Varianten vorgelegt, wie ein möglicher Anbau gestaltet werden könnte. Beide wurden vom Ortschaftsrat sofort verworfen. „Im Endeffekt sind beide Varianten Mist“, brachte es Lothar Görg auf den Punkt. Die erste Variante ähnelte zu sehr einer Garage, die zweite Variante mit den Sonnensegeln fand überhaupt keine Befürworter. Somit wurde über die Varianten gar nicht erst diskutiert.

Damit sich jeder ein Bild machen konnte, hatten sich die Ortschaftsräte zunächst auf dem Friedhof getroffen, um die Trauerhalle zu besichtigen. Sofort wurden verschiedene konkrete Vorschläge entwickelt, um mehr Sitzplätze bei Trauerfeiern anbieten zu können. Denn die Feststellung, dass die Kapelle auf dem Friedhof für größere Beerdigungen zu klein ist, hatte im vergangenen Jahr den Ausschlag gegeben, dass sich der alte Stadtrat für die Aufnahme einer Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 100 000 Euro in den Einheitsgemeindehaushalt ausgesprochen hatte.

„Wichtig ist eine Umgestaltung im Innern“, machte Hans-Jürgen Schmidt deutlich. Es soll geprüft werden, ob die Empore, auf der nur das Harmonium steht, abgebaut werden kann. Dann würden im hinteren Bereich die Sitzreihen erweitert werden können. Außerdem regten die Ortschaftsräte an, die beiden Stufen im Altarraum abzubauen. Dann könnte der Sarg bei Trauerfeiern weiter in den Altarraum gestellt werden, so dass sich im vorderen Bereich ebenfalls einige Stühle mehr stellen ließen. Hans-Jürgen Schmidt favorisierte zudem, dass die Plätze für die Angehörigen künftig seitlich vom Sarg gestellt werden sollten. „Wir können so locker 40 Plätze mehr schaffen, dann braucht keiner draußen zu frieren“, fasste Hans-Jürgen Schmidt zusammen.

Derzeit bietet die Trauerhalle auf dem Friedhof 60 Sitzplätze. Etwa zehn große Trauerfeiern im Jahr gebe es, hatte Ortsbürgermeister Klaus Ewertowski in Erfahrung gebracht.

Neben der Umgestaltung im Innern setzt sich der Ortschaftsrat dafür ein, den Zugang zur Trauerhalle behindertengerecht zu gestalten. Deshalb soll die Treppe durch eine Rampe ersetzt werden. Wie genau diese seitlich oder gerade vom Ausgang gezogen werden kann, das soll über das Bauamt der Stadt geklärt werden. Der neue Zugang könnte dann in irgendeiner Form überdacht werden, so dass ein Wind- und Wetterschutz gegeben ist.

Damit eine schnelle Entscheidung getroffen werden kann, wird Klaus Ewertowski Gespräche mit dem Bauamt und dem Klötzer Bürgermeister führen. Sobald ein neues Projekt vorliegt, kommt der Ortsbürgermeister mit Vertretern aus den Fraktionen zusammen, um eine Festlegung zu treffen. Diese soll dann dem Stadtrat bei der Novembersitzung zur Entscheidung vorgelegt werden.

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