Letztes Wort zur Photovoltaik hat der Klötzer Stadtrat

Knappes Ja vom Neuendorfer Ortschaftsrat

Windräder stehen an mit Raps und Getreide bewirtschafteten Äckern.  Dort sollen künftig Solarmodule aufgebaut werden.
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Zwischen den Windrädern bei Neuendorf soll eine Freiflächen-Photovoltaikanlage entstehen.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Freiflächen-Photovoltaikanlagen werden derzeit an vielen Standorten beantragt. So auch für Flächen in Neuendorf und Hohenhenningen in der Einheitsgemeinde Klötze.

Neuendorf – An zwei Standorten sollen in Neuendorf und Hohenhenningen große Freiflächen-Photovoltaikanlagen entstehen. Mit den dafür nötigen vorhabenbezogenen Bebauungsplänen beschäftigte sich der Neuendorfer Ortschaftsrat. Anschließend wird das Votum des Klötzer Hauptausschusses zu dem Thema abgefragt, dann geht das Projekt in den Stadtrat. Die beiden Anlagen, die in Neuendorf und Hohenhenningen geplant sind, sollen mitten in derzeit noch bewirtschaftete Felder gebaut werden. In Neuendorf sollen dafür zwei Teilflächen im Bereich der vorhandenen Windräder mit einer Größe von 99 000 und 86 630 Quadratmeter genutzt werden. In Hohenhenningen ist die beplante Fläche 178 560 Quadratmeter groß und zieht sich vom Waldrand bis nach Klötze-Nord. Insgesamt sollen 63 000 Solarmodule aufgebaut werden, informierte die Neuendorfer Ortsbürgermeisterin Daniela Beckmann aus der Beschlussvorlage.

Ortschafts- und Stadtrat sollen baurechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, um den gestiegenen Bedarf an regenerativer Energie zu befriedigen. Der Stadt entstehen durch das Vorhaben keine Kosten, sie werden von den Antragstellern übernommen. Auch die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen laufen über die Antragsteller und werden von diesen finanziert. Damit dies alles geregelt wird, soll ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Stadt Klötze und den Antragstellern geschlossen werden. Groß diskutiert wurde über das Vorhaben in der Neuendorfer Ortschaftsratssitzung nicht. Jedes Mitglied hatte sich zu dem Vorhaben schon eine Meinung gebildet. Und die gingen auseinander. So kam der Vorschlag auf, dass doch besser Dächer für PV-Anlagen genutzt werden sollten. Dies sei aber teurer und deswegen für die Firmen nicht so lukrativ. Auch seien Dächer mit Solarplatten darauf nicht jedermanns Geschmack – ebenso, wie die großen Freiflächenanlagen nicht jedem gefallen. „Es sollte nicht die ganze Landschaft mit den Dingern zugepflastert werden“, hieß es von den Ortschaftsräten. Bei der Abstimmung im Ortschaftsrat gab es zwei Ja-Stimmen für das Vorhaben, eine Gegenstimme und eine Enthaltung. „Das wird so an die Stadt als Ergebnis weitergegeben“, kündigte Ortsbürgermeisterin Daniela Beckmann an.

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