Pilotprojekt in Kunrau

Eichenprozessionsspinner: Kommunale Bäume behandelt, private nicht – dann Vergleich

Ein Schild im Kunrauer Park hinter dem Schloss weist auf die Gesundheitsgefährdung durch den Eichenprozessionsspinner hin.
+
In Kunrau läuft ein Pilotprojekt für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners: Kommunale Bäume wurden behandelt, private nicht. Anschließend wird verglichen.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
    schließen

Ein Teil der Bäume in Kunrau ist gegen den Eichenprozessionsspinner behandelt worden, der andere Teil nicht. Anschließend soll verglichen werden.

Kunrau – Um zu zeigen, dass die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit Chemie hilft, gibt es in Kunrau in diesem Jahr eine Art Pilotprojekt. Darüber informierte Ortsbürgermeister Uwe Bock in seinem Bericht beim Ortschaftsrat. Dafür wurden auf dem Hahnenberg die kommunalen Bäume besprüht, die Privatbäume aber in Ruhe gelassen. Denn: „Einige Privatleute fühlen sich nicht verpflichtet, etwas gegen den Eichenprozessionsspinner zu unternehmen“, bedauerte der Kunrauer Ortsbürgermeister. Nun soll im direkten Vergleich gezeigt werden, wie sich die Bäume verhalten. „Daraus können dann Schlüsse gezogen werden“, teilte Uwe Bock mit. Die Firma, die die Bäume in Kunrau besprüht hatte, hatte auch angeboten, die Bäume von Privatbesitzern mitzuspritzen, wusste er. „Die Grundstückseigentümer waren da aber sehr zurückhaltend.“

Bäume sind gewachsen

Welche kommunalen Bäume bekämpft werden sollten, dazu hatten die Ortsbürgermeister Listen bei der Stadt abgegeben. Uwe Bock hatte in der Verwaltung darauf hingewiesen, dass die meisten Bäume inzwischen größer geworden sind, als zu Beginn des Auftretens von EPS und dem Beginn der Listenführung. „Gewachsen sind alle Bäume, bis auf die, die der Biber geholt hat, oder die EPS kaputtgemacht hat“, hatte Uwe Bock gewarnt. Die Bäume sollten deshalb neu gelistet werden, regte er an. Sein Einwand habe aber in der Stadt niemanden interessiert, bedauerte der Kunrauer Ortschef.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare