Mobiles Impfen in Jahrstedt erfährt Andrang

Nur eine Teststation in Klötze

Menschen stehen in einer lange Schlange in Jahrstedt an, um sich impfen zu lassen.
+
Von Saaltür zu Saaltür standen die Menschen vor dem Jahrstedter Saal in der Schlange, um sich impfen zu lassen.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
    schließen

Klötze / Jahrstedt – Der Andrang beim mobilen Impfen in Jahrstedt war riesengroß. Die komplette Zeit, in der das Impfteam vor Ort war, bildete sich vor dem Saal eine lange Schlange. Wartezeiten von zwei Stunden waren keine Seltenheit. Dennoch harrten viele aus, denn sie wollten unbedingt eine Impfung gegen das Coronavirus haben. Bei den meisten ging es um die Auffrischungsimpfung. André Homeyer, der stellvertretende Ortsbürgermeister von Jahrstedt, der den Termin mit dem Altmarkkreis klar gemacht hatte, ging zwischendurch die Warteschlange ab. Diejenigen, bei denen die Zweitimpfung noch keine fünf Monate zurücklag, konnten gleich wieder umkehren. Sie wurden noch nicht geimpft. Bei allen anderen war Geduld und Stehvermögen gefragt, bis sie es bis zum hinteren Saaleingang geschafft hatten. Auch Parkplätze waren Mangelware, denn viele der Impfwilligen kamen von außerhalb.

Nur die EFA testet

Während das Impfen in der Einheitsgemeinde Klötze läuft, sieht es mit der Möglichkeit zu testen ganz anders aus. Es gibt in der Einheitsgemeinde derzeit nur die evangelische Familienbildungsstätte (EFA) als Testzentrum – mit eingeschränkten Kapazitäten. Denn Impftermine können EFA-Leiterin Antje Kampe und ihre Mitarbeiterin Simone Behr nur dann vergeben, wenn sie nicht in einem Kurs gebunden sind. Andere Testmöglichkeiten, mobil oder in der Apotheke, gibt es in Klötze aktuell nicht. Seit bekannt ist, dass ab heute die 3 G-Regelung am Arbeitsplatz gilt und ungeimpfte Arbeitnehmer mit einem gültigen Coronatest am Arbeitsplatz erscheinen müssen, klingelt das Telefon in der EFA Sturm. „Die Leute rennen uns die Bude ein“, sagt Antje Kampe. Und bedauert es außerordentlich, dass die EFA – zumindest derzeit – nicht mehr Testtermine vergeben kann. Sollten von der Landesregierung die Familienbildungsstätten wieder geschlossen werden, sieht das anders aus. Dann könnten anstelle der Kurse Testtermine vergeben werden. Doch bislang läuft der Betrieb in der EFA noch halbwegs normal, so dass wenig Kapazitäten zum Testen vorhanden sind. „Wir kommen nicht hinterher, haben bestimmt 20 bis 30 Anfragen am Tag“, informiert Antje Kampe. „Es tut mir sehr leid für die Leute“, bedauert sie und hat auch viel Verständnis für den Unmut. Seit die 3 G-Regelung bekannt ist, hat die Einrichtung noch einmal zusätzliche Testtermine freigegeben, die aber auch sofort ausgebucht waren. Denn die Nachfrage ist riesig. Damit nicht die ganze Testlast auf der Familienbildungsstätte liegt, ist auch die Stadt Klötze inzwischen aktiv geworden. Bürgermeister-Stellvertreter Matthias Reps ist schon in Gesprächen mit den Betreibern der mobilen Teststationen, die im vergangenen Jahr in Klötze während der Pandemie das Testen übernommen haben. Bislang gibt es aber noch kein Ergebnis.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare