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13.000 Euro im Jahr: Stadt Klötze investiert in die Denkmäler

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Von: Monika Schmidt

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das Klötzer Denkmal vor der Kirche
Der Soldat am Ehrenmal vor der Klötzer Kirche blickt traurig auf die unleserlichen Gedenktafeln am Denkmal. © Monika Schmidt

Lange Zeit wurde in der Einheitsgemeinde Klötze nicht in die Sanierung von Denkmälern investiert. Das soll sich ändern. Für jedes Jahr wird eine Summe von der Stadt zur Verfügung gestellt.

Klötze – Der Zustand der Denkmäler für die beiden Weltkriege und andere Kriegsereignisse aus der napoleonischen oder preußischen Zeit ist in den Orten der Einheitsgemeinde Klötze ganz unterschiedlich. Vor allem bei den Kranzniederlegungen am Volkstrauertag und zu anderen Ereignissen in den Orten, bei denen Kränze niedergelegt werden, fällt der marode Zustand einiger Denkmäler immer wieder ins Auge. Nach und nach will die Stadt Klötze nun Abhilfe schaffen. Deshalb wurde in den Haushalt für das Jahr 2022 eine Summe von 13 000 Euro eingestellt, die auch in den Folgejahren so bestehen bleiben soll. Damit sollen nacheinander die Denkmäler in den Ortsteilen saniert werden. „Den Auftakt haben wir in Ristedt gemacht“, erinnerte Bürgermeister Uwe Bartels im AZ-Gespräch. Dort wurde das sanierte Denkmal 100 Jahre nach der Erbauung zu Pfingsten wieder eingeweiht. Der Klötzer Bürgermeister freut sich auch, dass es Initiativen wie zum Beispiel in Schwiesau gibt, bei denen sich die Einwohner der Orte um die Pflege und den Erhalt der Denkmäler kümmern. In Schwiesau hatten die Jugendlichen aus dem Dorf bislang die Pflege des Weltkriegs-Ehrenmals im Rahmen eines inzwischen ausgelaufenen Pflegevertrags übernommen. Außerdem bracht ein Senior das Denkmal für die preußischen Kriege wieder auf Vordermann, lobte Uwe Bartels als positive Beispiele. Er erinnerte im Gespräch aber auch daran, dass sich die Einwohner von Jahrstedt eigenständig um die Sanierung ihres Denkmals auf dem Schulplatz gekümmert haben. Dort wurde das Umfeld in Ordnung gebracht und bei einem Arbeitseinsatz neue Pflanzen neben den Erinnerungstafeln eingesetzt. Stück für Stück sollen nun weitere Denkmäler in den Orten saniert werden. Eine konkrete Reihenfolge steht jedoch noch nicht fest. Bürgermeister Uwe Bartels erinnerte im AZ-Gespräch, dass es zum Beispiel im Kunrauer Ortschaftsrat vor der Sommerpause Überlegungen gab, wie das dortige Denkmal hinter der Kirche saniert werden könne. Einfach den Stein mit Hochdruck zu bearbeiten, sei nicht möglich, war im Ortschaftsrat mitgeteilt worden. Dabei gehe zu viel kaputt. Und auch das Soldatenehrenmal an der Kirche in Klötze fällt Passanten immer wieder negativ ins Auge. Das Denkmal ist voller Moos und Flechten, die Inschriften an den Namenstafeln sind nicht mehr zu lesen. Auch dort müsste dringend eine Sanierung gestartet werden.

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