Stadt bekommt ein Stück Radweg

Immekather Ortseingangsschild soll für Baugebiet versetzt werden

Der OD-Stein (vorn) und das Ortseingangsschild sollen weiter in Richtung Klötze versetzt werden. Damit würde der Radweg auf der rechten Seite in die Trägerschaft der Stadt wechseln.
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Der OD-Stein (vorn) und das Ortseingangsschild sollen weiter in Richtung Klötze versetzt werden. Damit würde der Radweg auf der rechten Seite in die Trägerschaft der Stadt wechseln.

Klötze / Immekath – „Das ist eine Anregung von der Bauleitplanung des Kreises“, erklärte Planer Frank Philipp den Mitgliedern des Hauptausschusses. Sie beschäftigten sich mit dem Baugebiet an der Klötzer Chaussee in Immekath.

Bei der ersten Planung war ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt worden, weil es mit der Kirchengemeinde und der Stadt zwei verschiedene Eigentümer gibt.

Das Kreisplanungsamt empfahl, daraus einen normalen Bebauungsplan zu machen. Denn die Grundstücke sollen frei verkauft und den neuen Grundstückseigentümern zur individuellen Bebauung zur Verfügung gestellt werden, so die Begründung.

Probleme bei Planung

Der Planer hatte bereits eine frühzeitige Trägerbeteiligung gestartet, auch die Bürger wurden beteiligt. Die Träger öffentlicher Belange haben noch nicht alle geantwortet. Aber aus den ersten eingegangenen Stellungnahmen sei bereits ersichtlich gewesen, so erklärte Frank Philipp, dass einiges beim Verfahren geregelt werden müsse. Neben der Änderung des Planungsinstrumentes wurde inzwischen auch geändert, dass nicht mehr zwei Vollgeschosse zulässig sind, sondern es wurde eine Firsthöhe von zehn Metern ab Oberkante Straße festgelegt.

Ein weiteres Problem bei der Planung ist eine Hauptgasleitung, die im östlichen Teil des Planungsgebietes verläuft. Der Energieversorger hat dem Planer mitgeteilt, dass Sicherheitsabstände eingehalten werden müssen. Deshalb wurde die Leitung in den Plan eingetragen und an der östlichen Baugrenze dürfen im Abstand von drei Metern keine Nebenanlagen errichtet werden.

Keine Genehmigung

Ein schwieriger Punkt bei der Planung ist der Radweg, der vor den Grundstücken an der Kreisstraße verläuft, erklärte Frank Philipp. So habe das Tiefbauamt des Kreises dem Vorhaben keine Genehmigung erteilen wollen. Der Radweg sollte nicht durch Grundstückszufahrten aufgebrochen werden. „Wir haben viele Gespräche geführt“, berichtete Frank Philipp. Letztendlich soll nun jedes Grundstück eine drei Meter breite Zufahrt bekommen, in die aber auch alle Versorgungsleitungen gelegt werden. „Damit wird der Radweg, dessen Fördermittelbindung noch zwei Jahre läuft, nicht zerstört“, erklärte der Planer.

Damit die Regenentwässerung zwischen der Straße und dem Radweg weiter sichergestellt ist, wird zwischen den beiden Objekten eine Fläche freigehalten. Frank Philipp hofft, durch die Gespräche und Veränderungen alle Unwägbarkeiten mit dem Kreis ausgeräumt zu haben. „Wir gehen davon aus, dass der Kreis jetzt wohlwollend seine Zustimmung zu dem B-Plan gibt“, betonte er. Vom Hauptausschuss wurde der Beschluss mit zwei Enthaltungen befürwortet.

Trägerwechsel

Bevor die Mitglieder des Klötzer Stadtrates bei ihrer Sitzung vergangene Woche in Neuferchau die beiden Beschlüsse zu dem Thema fasste, erläuterte Gordon Strathausen, Sachgebietsleiter im Bauamt, dass bislang der Kreis Träger des Radweges ist. „Ziel ist es, das Ortseingangsschild und den OD-Stein zu versetzen“, informierte Strathausen. Damit gehe dieser Teil des Radweges in die Trägerschaft der Stadt Klötze über und die Anbindung der Auffahrten sei möglich. Die Stadträte hatten keine Fragen und beschlossen den Plan einstimmig. VON MONIKA SCHMIDT

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