Dennoch: Verband wartet weiter auf eine Genehmigung

Immekather Kläranlage: Berg ist deutlich kleiner

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Der Klärschlamm aus der Immekather Anlage wird derzeit verbrannt. Das ist teuer, aber die einzige Möglichkeit, da der Wasserverband immer noch keine Genehmigung vom Kreis zur landwirtschaftlichen Ausbringung hat.

Klötze / Immekath – Waren die Platte an der Immekather Kläranlage vor wenigen Wochen noch meterhoch mit Klärschlamm bedeckt und alle Lagerkapazitäten des Wasserverbandes dort erschöpft, sieht es derzeit ein bisschen entspannter aus. Der Berg ist deutlich kleiner geworden.

„Der Klärschlamm wird derzeit verbrannt“, informierte Birgit Lange, Geschäftsführerin des Klötzer Wasserverbandes, bei der jüngsten Verbandsversammlung.

Auch das gestalte sich nicht so einfach, wie gehofft, da die Abholung nicht kontinuierlich erfolgt. „Das läuft sehr schleppend, deshalb ist der Berg schon wieder angewachsen“, informierte sie.

Doch den Verband beschäftigt noch ein weiteres Problem: Obwohl es vom Landesministerium inzwischen grünes Licht gab, ist die beantragte Sondergenehmigung zur landwirtschaftlichen Ausbringung des Klärschlamms vom Altmarkkreis noch nicht erteilt worden.

„Der Altmarkkreis benötigt für die Genehmigung eine Freiflächenerklärung von der niedersächsischen Pflanzenschutzbehörde“, erläuterte Lange mit leichter Verzweiflung den Mitgliedern der Verbandsversammlung. Da sich im Verbandsgebiet der Klötzer ein kartoffelverarbeitender Betrieb befindet, müsse sichergestellt sein, dass sich keine Kartoffelschädlinge im Klärschlamm ausbreiten können. Deshalb benötigt der Kreis eine Erklärung. Die könne aber von dem Unternehmen nicht beigebracht werden, erklärte Birgit Lange weiter.

Die Pflanzenschutzbehörde kann diese Erklärung nicht ausstellen, da die Flächen, auf denen die Kartoffeln für den Betrieb angebaut werden, nicht untersucht worden sind. „Und sie sind dazu auch nicht in der Lage“, hatte die Behörde mitteilen lassen. Ohne Erklärung gibt es aber keine Genehmigung vom Kreis, machte Birgit Lange auf das Dilemma aufmerksam. „Wir bleiben da aber dran“, will sie sich auch persönlich für eine Lösung des Problems weiter einsetzen. „Wenn wir keine Genehmigung bekommen, muss die Verbandsversammlung entscheiden, was gemacht werden soll“, kündigte sie an. Zwei Möglichkeiten sind denkbar: Die Firma beteiligt sich an den Kosten für die Entsorgung oder ihr wird das weitere Einleiten des Abwassers in den Kanal des Wasserverbandes untersagt. Eine Entscheidung dazu wurde bei der jüngsten Versammlung aber noch nicht getroffen. Zunächst wird sich weiter um die Erklärung bemüht.

VON MONIKA SCHMIDT

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