Regen sorgt für entspanntere Lage

Im Sommer steigt die Gefahr für Waldbrände

Durch den Regen ist die Gefahr für Waldbrände im Moment sehr gering.
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Die Waldbrandgefahr ist derzeit gering.
  • Birgit Stephani
    VonBirgit Stephani
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Klötze – Wenn Jürgen Zeigler mit seinem Mischlingsrüden Beppi durch den Klötzer Forst streift, ärgert er sich immer wieder über achtlos weggeworfenen Müll. Ein besonderer Dorn im Auge sind ihm Zigarettenstummel. „Die Leute ahnen gar nicht, was sie für einen Schaden anrichten, wenn sie im Wald rauchen und ihre Kippen dann einfach wegwerfen“, meint der Naturfreund.

Und damit hat er nicht unrecht. Denn besonders im Sommer steigt die Gefahr für Waldbrände immens. Aktuell wird aufgrund der vorausgegangenen Regenfälle zwar nur von einer sehr geringen Gefahr ausgegangen. Das kann sich aber jederzeit wieder ändern.

„Waldbrände können das komplexe Ökosystem Wald für viele Jahre empfindlich stören oder ganz vernichten und damit neben ökologischen auch zu schweren wirtschaftlichen Schäden führen. Deshalb bedarf Waldbrandschutz der aktiven Mitwirkung der Waldbesitzenden, der zuständigen Behörden und aller Bürger“, mahnt auch das Betreuungsforstamt Westliche Altmark in Klötze.

Um auf die Gefahren von Waldbränden aufmerksam zu machen, stehen in den Klötzer Wäldern immer wieder Warntafeln, die auch auf die aktuelle Gefahrenstufe hinweisen. Gerade wurden einige der Tafeln von den Auszubildenden des Klötzer Forstamtes erneuert, denn die alten Schilder waren teilweise nicht mehr schön anzusehen. Immerhin sind sie im Wald ständig der Witterung ausgesetzt.

Das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt mit seinen Betreuungsforstämtern, zu dem auch Klötze gehört, ist als untere Forstbehörde besitzartenübergreifend für den vorbeugenden Waldbrandschutz in Sachsen-Anhalt zuständig. Der Waldbrandschutz umfasst alle vorbeugenden Maßnahmen, die die Entstehung und Ausbreitung von Waldbränden verhindern sollen. Dazu zählen insbesondere die Festlegung von Waldbrandgefahrenstufen, das Anlegen von Wundstreifen und die Überwachung der Wälder bei Brandgefahr.

Viel dazu beitragen, Brände gar nicht erst aufkommen zu lassen, können auch die Besucher des Waldes selbst. So wie Jürgen Zeigler aus Klötze. Er selbst spricht andere Waldbesucher auch regelmäßig auf ihr Fehlverhalten an. „Manche Leute sehen mich schon und drehen dann wieder um. Denen hab ich dann wahrscheinlich schon einmal eine Standpauke gehalten“, lächelt der 69-Jährige. Das sei ihm aber egal. Er liebt den Wald und wird nicht aufhören, ihn zu beschützen, sagt er.

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