EPS-Gefahr: Schilder sollen warnen

Bürger aus Kunrau sind aufgebracht

Ein Eichenbaum, in dem ein altes Nest des Eichenprozessionsspinners hängt.
+
An den Bäumen entlang der Straße am Kunrauer Park hängen vielfach noch alte Nester des Eichenprozessionsspinners. Ihre Brennhaare sind noch Jahre gefährlich.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
    schließen

Schilder, die vor der Gesundheitsgefährdung durch den Eichenprozessionsspinner warnen, sollen im Kunrauer Park aufgehängt werden. So sollen auch Ortsfremde über die Gefahr aufgeklärt werden.

Kunrau – Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners geht in der Einheitsgemeinde Klötze auch in diesem Jahr weiter. Die Stadt erhält für die Maßnahmen 100000 Euro vom Altmarkkreis, insgesamt sind Ausgaben von 127500 Euro geplant. Als Vertreter für Kunrau sprach Burkhard Hartmann im Hauptausschuss die dramatische Situation im Kunrauer Park an. „Die Bürger sind aufgebracht“, berichtete er. Der Kunrauer Ortschaftsrat sei mehrfach an die Stadt herangetreten, damit die alten Nester, aus denen noch über Jahre die Haare der Raupen für eine Gesundheitsgefährdung sorgen, beseitigt werden. „Aber es ist noch nichts geschehen“, bedauerte der Kunrauer. Es sei „beschämend“, so Hartmann, „dass Kinder in den Park gehen und so verpickelt und verstachelt nach Hause kommen“, sagte der stellvertretende Ortsbürgermeister von Kunrau.

Damit so etwas nicht wieder passiert und damit auch ortsfremde Besucher des Parks gewarnt werden, regte Burkhard Hartmann an, dass Warnschilder aufgestellt werden sollten. „Betreten verboten“ oder „Betreten auf eigene Gefahr“, schlug er als Beschilderung vor. Eventuell reiche es auch, die bekannten Warnschilder „Gesundheitsgefahr Eichenprozessionsspinner“ aufzustellen. „Auf jeden Fall muss die Stadt das Gebiet sperren, wenn nichts gegen die Nester unternommen wird“, forderte der Kunrauer. Wie Hauptamtsleiter Matthias Reps im AZ-Gespräch ankündigte, werde sich die Verwaltung mit dem Thema beschäftigen. Es soll geprüft werden, wo die Schilder aufgestellt werden können. „Die Beschilderung wird auf jeden Fall organisiert“, kündigte Matthias Reps an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare